| Teilen Sie jetzt diese Seiten in Ihren Netzwerken! |
Forschungsplanung |
|
Die Phasen eines Forschungsprojektes |
|
Grobschema des Erkenntnisprozesses in der empirischen Forschung |
Untersuchungen beginnen meist aufgrund einer erlebten Not, eines Wunsches, eines besonderen Erfolges oder Mißerfolges. All diese Umstände werfen Fragen auf, denen man dann in einer empirischen Untersuchung nachgeht. Das Problem wird genauer formuliert, die Aufgabe wird klar ins Auge gefaßt. Die aufgetauchten Fragen werden in eine Ordnung nach dem Grad ihrer Wichtigkeit gebracht. Das Ziel der Untersuchung wird präzisiert. Sammlung von Beobachtungen, die zur Lösung beitragen können. Literatur wird eingesehen, Experten werden befragt, Quellen erkundet, Notizen und Aufzeichnungen angelegt. Vermutungen tauchen auf: Hypothesen, Schätzungen, Erklärungsversuche. Erste Arbeitshypothesen werden aufgestellt, die möglichen Ergebnisse werden überschlagen. Strenge Überprüfung der Hypothesen und Planung des Experiments. Vorversuch an einer kleinen Stichprobe. Versuch an einer repräsentativen Stichprobe. Nach der Überprüfung der Hypothese in einem Vorversuch wird es häufig vorkommen, wieder zu den ersten Stufen des Schemas zurückkehren zu müssen und die Untersuchungsmethode zu modifizieren.) Logische und statistische Verarbeitung der Ergebnisse. Sichtbarmachen des ganzen Bezugsfeldes und Verfolgen der Konsequenzen. Versuch, das Ergebnis in einem allgemeinen Prinzip zu formulieren (Gesetze). Einreihung der Ergebnisse in das geordnete Ganze unseres Wissens, Festlegung des Grades der Allgemeingültigkeit. Verfügbarmachen für die Praxis, Veröffentlichung der Ergebnisse. Dieses Schema zeigt, daß im Forschungsprozeß Theorie und Empirie einander abwechseln, daß beide zusammen die Grundelemente der empirischen Forschung sind. Empirische Forschung ist stets theoretisch-empirische Forschung. Niemals setzt sich die Wissenschaft das Phantom zum Ziel, endgültige Antworten zu geben oder auch nur wahrscheinlich zu machen; sondern ihr Weg wird bestimmt durch ihre unendliche, aber keineswegs unlösbare Aufgabe, immer wieder neue, vertiefte und verallgemeinerte Fragen aufzufinden und die immer nur vorläufigen Antworten immer von neuem und immer strenger zu prüfen. |
|
|
|
Logische Schritte des Prüfverfahrens in den empirischen Wissenschaften |
1. Beobachtung und Reflexion 2a. Abduktion oder 3. Hypothesenbildung 4a. Deduktion von prüfbaren Folgen (Prognosen) aus der abduktiv gewonnenen Hypothese und anschließender Hypothesentest durch Prüfung dieser Prognosen im Experiment oder in einer empirischen Studie oder 4b. Prüfung der induktiv gewonnenen Hypothese durch Herstellung ihrer (positiven) Einzelfälle nach dem Bootstrap-Modell 5a. Bestätigung der Hypothese 6. Vorläufige Akzeptanz der Hypothese für die Stichprobe 7. Generalisierung der Hypothese durch Induktion auf die Grundgesamtheit 8. Vorläufige Formulierung der Hypothese als "Naturgesetz" |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Quellen: |
Stangl, Werner (1997). Zur Wissenschaftsmethodik in der Erziehungswissenschaft. "Werner Stangls Arbeitsblätter". Krems, Josef (o.J.). Schließen von Folgen auf Ursachen: Induktiv, deduktiv oder abduktiv? |
Waren diese Informationen für Sie nützlich? Dann klicken Sie bitte auf das
In den Arbeitsblättern |

This work is licensed under a Creative Commons License.
