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Weitere Texte zur Entwicklungspsychologie

Gender und Geschlecht in der Schule
Persönlichkeitsentwicklung im mittleren Erwachsenenalter


Szenarien in der Entwicklungspsychologie

Entwicklungsaufgaben nach der Definition Havighursts verbinden in diesem Sinne Jugendliche und Umwelt, indem sie kulturelle Anforderungen mit individueller Leistungsfähigkeit in Beziehung setzen, und dem Individuum eine aktive Rolle bei der Gestaltung der eigenen Entwicklung einräumen.

Den größten Einfluss auf das Entstehen von Jugendgewalt hat das Elternhaus, in dem Kinder Liebe und Zuneigung, aber auch psychischen und körperlichen Missbrauch erfahren können. Besonders schwierig für Jugendliche ist diese Zeit auch deshalb, weil sie sich zwischen Kindheit und Erwachsensein bewegen, sie wünschen sich jedoch bereits Erwachsenenstatus, der oft mit falschen Mitteln erreicht werden soll. Unter Jugendgewalt wird heute auch Mobbing verstanden, wie zum Beispiel:

  1. Verbales Mobbing = Hänseleien, Beschimpfungen.
  2. Mobbing durch körperliche Gewalt, auch Bullying genannt.
  3. stumme Mobbing. Hier werden Personen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und ignoriert

Entwicklungsszenarien zum Thema "Mobbing"

Bernhard ist 15 Jahre alt und stottert. Er besucht seit kurzem die 1. Klasse HAS und wird dort von einigen MitschülerInnen deshalb gehänselt. Da die neue Schule 20 km von seinem Wohnort entfernt ist, hat er noch keine Freunde und kaum Anschluss gefunden. Am Montagnachmittag geht er nach der Schule zur Bushaltestelle, wo ihn bereits fünf MitschülerInnen erwarten. Sie nehmen ihm seinen Rucksack und schupsen ihn bis er im Schnee liegt.

 

Als du mit einer größeren Freundesgruppe auf den Bus wartest, siehst du plötzlich, wie ein fremder Schüler von anderen größeren Jungs geschlagen wird. Deine Freunde und du beginnen sofort darüber zu sprechen, was getan werden muss. Jedoch fühlt sich keiner wirklich verantwortlich dem Jungen zu helfen und dann ist die Situation auch schon vorbei. Wie würdest du dich das nächste Mal verhalten? Wirst du dem Jungen helfen oder nicht?

 

Der 16-jährige Jürgen W. hat vor kurzem in der Tischlerei Huber seine Lehre begonnen. Im Betrieb sind neben dem Chef noch ein weiterer Lehrling (Martin) sowie zwei Gesellen beschäftigt. Anfangs wird er in der Gruppe gut aufgenommen und die Arbeit macht ihm großen Spaß. Nach kurzer Zeit beginnt der zweite Lehrling Jürgen bei den Gesellen und beim Chef schlecht zu machen. Fehler, die ihm selber passieren, schiebt er Jürgen zu.

 

Martin ist 15 Jahre alt und sehr beliebt in seiner Klasse. Zu Schulbeginn kommen 2 neue Schüler in seine Klasse: Richard ist aggressiv und zum 2. Mal sitzen geblieben. Der 2. neue Schüler heißt Lorenz. Warum er in diese Schule wechselte weiß niemand. Eines ist aber nach den ersten Schulwochen klar. Lorenz ist ein Einzelgänger und ein „Streber“. Richard hingegen versteht sich mit  den Jungen aus der Klasse sehr gut und alle bewundern ihn und seine Stärke. Richard kann sogar ältere Schüler ohne Probleme verprügeln. Eines Tages kommen Richard und noch einige andere Jungen zu Martin. Sie wollen morgen nach der Schule Lorenz verprügeln, mit dem Handy filmen und an alle senden.

Luis ist ein 16jähriger Schüler am Gymnasium. Seit einiger Zeit beobachtet er, wie zwei seiner Mitschüler jüngere Schüler nach der Schule und in den Pausen bedrohen und von ihnen „Schutzgeld“ kassieren.

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