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Der psychologische Test
Das psychologische Experiment
Experimente lassen sich auf verschiedene Arten klassifizieren:
Einteilung nach der Zahl der unabhängigen
Variablen: einfaktorielles oder mehrfaktorielles
Experiment.Die sind die klassischen Grundformen des Experiments, denn beide sind gegenüber dem einfachen Beobachten aktiv eingreifende Formen des Erkenntnisgewinns. Das Feldexperiment hat auch für die psychologische Diagnostik größere Bedeutung, weil das Vorgehen in der Diagnostik dem der Feldforschung ähnelt.
Häufig wird auch die "ex post facto-Forschung" zu den Experimenten gerechnet, allerdings ist das nicht angemessen, denn der experimentelle Ansatze basiert auf dem Modell: wenn X, dann Y; wenn Frustration auftritt, dann folgt Aggression. Der Forscher legt also ein der Problemstellung angemessenes, praktisch realisierbares Design fest, das eine Methode zur systematischen Veränderung von X beinhaltet. Dann beobachtet er Y um festzustellen, ob die Variation auftritt, die er aufgrund der Veränderung von X erwartet. Wenn das der Fall ist, ist das ein Hinweis für die Gültigkeit der Behauptung: Wenn X dann Y. Beim experimentellen Ansatz macht man von einem kontrollierten X eine Vorhersage auf Y. Bei der ex post facto-Forschung wird hingegen nur Y systematisch beobachtet. Dann folgt rückblickend eine Suche nach X. Der wichtigste Unterschied zwischen experimenteller und ex post facto-Forschung liegt also in der Möglichkeit der Kontrolle. Bei einem Experiment verfügt man über die Möglichkeit der gezielten Variation der Versuchsbedingungen. Bei einem ex post facto-Design muß man die Dinge so hinnehmen, wie sie vorliegen. Ex post facto-Forschung hat also aus der Sicht der experimentellen Vorgehensweise eine prinzipielle Schwäche: mangelhafte Kontrolle der unabhängigen Variablen. Ein großer Teil vor allem erziehungswissenschaftlicher aber auch soziologischer Studien sind ex post facto-Untersuchungen.
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