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Wie heißt die Hauptstadt von …

 

 

 

 

 

 

Wem das Spanisch vorkommt ...

¿Cómo se llama la capital de ....?

 

 

Dieser Lerntipp
findet sich übrigens auch auf den
HEUREKA-Seiten
des Klett Verlages

Ein möglicher Grund für das Versagen von Claudia bei der Prüfung kann sein, dass das menschliche Gedächtnis beim Lernen oft assoziativ arbeitet. Assoziativ bedeutet, dass verschiedene Gedanken und Vorstellungen in unserem Gehirn miteinander verknüpft werden und dass dann, wenn ein Teil einer solchen Verknüpfung auftritt, der andere Teil automatisch ebenfalls in unsere Gedanken "schießt", ohne dass wir etwas dazu tun müssen.

Wenn Claudia zuhause in ihrem Zimmer etwas lernt, dann wird nicht nur das für den Lerngegenstand Wichtige im Gehirn eingespeichert, sondern auch alles, was sich gerade zufällig in ihrer Umgebung befindet. Das können z.B. Gegenstände auf dem Tisch sein oder die Plakate, die an der Wand hängen. Wichtig können auch Gerüche sein, die gerade aus der Küche kommen, oder Geräusche, die wir gerade wahrnehmen. Es kann aber auch die Reihenfolge von Dingen sein, die wir wie die Glieder einer Kette miteinander verknüpfen.

Das assoziative Lernen ist besonders dann wirksam, wenn wir eher automatisch und ohne viel Verständnis für eine Sache lernen - also z. B. eine Liste aller Hauptstädte Europas, alle Familien von Insekten oder gar die Namen der Präsidenten eines Landes. Besonders typisch und auch oft problematisch ist das beim Lernen von Vokabeln nach einem Vokabelheft, denn dann fällt einem bei der Prüfung ein, wie das Wort vorher oder nachher auf der Seite hieß, aber nicht, wie die Übersetzung lautet. Meist können wir uns noch genau daran erinnern, dass das links unten auf der Seite stand, aber wie dann die Übersetzung lautet …

An und für sich ist dieses verknüpfende Lernen auch etwas sehr sinnvolles, denn es gibt viele Dinge im Leben, die wir auf diese Art lernen müssen und die nicht unbedingt logisch miteinander zusammenhängen. Aber wie im Fall von Claudia kann sich das eben auch negativ auswirken.

Wenn sie zum Beispiel gerade die Hauptstadt von Rumänien lernt und ihr Blick dabei auf ihren Teddybären fällt, dann wird sich die Antwort "Bukarest" mit dem Anblick des Bären verknüpfen. Jedes Mal wenn sie dann in ihrem Zimmer die Hauptstadt von Rumänien aus dem Gedächtnis hervorkramt, dann wird ihr Blick auf das Tier fallen und es wird ihr sofort die richtige Antwort "Bukarest" einfallen. In der Klasse nun sitzt ihr aber kein Teddybär gegenüber sondern die Geografielehrerin. Und da diese vermutlich wenig Ähnlichkeit mit dem Stofftier hat, wird ihr Blick in der Klasse herumschweifen und wenn sie Glück hat auf einem Mitschüler hängen bleiben, der mit seinen Lippen das Wort "Bu-ka-rest" formt.

Ein psychologisches Experiment

Beim Lernen wird also immer auch die Lernumgebung in irgendeiner Form mitgelernt. Fehlen uns dann bei der späteren Erinnerung viele dieser Merkmale der ursprünglichen Lernumgebung, dann wird das Erinnern mühsam und schwierig und oft gelingt es uns überhaupt nicht mehr.

 

Was kann man dagegen tun?


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