[werner.stangl]s arbeitsblätter tests

Der HALB-Test - Ergebnisse 2004

Es muss bei den hier mitgeteilten weiteren Ergebnissen der Online-Version des Verfahrens immer berücksichtigt werden, dass es sich um einen zufälligen Querschnitt aus interessierten WebuserInnen handelt, wobei vermutlich am ehesten solche den Test absolvierten, die ohnehin am Lernen und den damit einhergehenden Themen interessiert waren. Die bei manchen Online-Untersuchungen eher zufällig vorbeisurfende und auch wenig interessierte Masse der UserInnen dürfte aufgrund des Test-Kontextes (Benjamins & Werners Praktische Lerntipps, der spanischen Version i"Consejos prácticos para aprender de Benjamín y Werner" und [werner.stangl]s arbeitsblätter) eher weniger störend ins Gewicht fallen. Die hier analysierten Daten von N=18856 wurden im Zeitraum vom April bis Dezember 2004 erhoben und bestätigen die bereits für das Jahr 2003 (N=1591) mitgeteilten Ergebnisse, sodass keine Revision der Normwerte notwendig ist.

Die Altersverteilung ist auf Grund einer größeren StudentInnenteilstichprobe noch immer unausgewogen, wobei der Schnitt im Jahr 2004 bei 31 Jahren (Streuung 13,2) liegt. Auch wurde das Alter im Bereich bis 25 Jahre in 5-Jahresschritten erhoben, da sich der Test in erster Linie an diese Zielgruppe richtet. Mit 56,3 Prozent überwiegt abermals der Frauenanteil.

Die Zusammenhänge der Skalen untereinander werden erwartungsgemäß bestätigt (die Vergleichsdaten der Stichprobe aus dem Jahr 2003 in Klammern; fettgedruckte Pearson-Korrelationen sind auf dem 5%-Niveau signifikant):

Skalen

Handelnde
Orientierung

Akustische
Orientierung 

Lesende
Orientierung 

Bildliche
Orientierung

Handelnde Orientierung

-

0,05 (-0,01)

-0,14 (-0,18)

-0,04 (-0,04)

Akustische Orientierung 

-

-0,13 (-0,14)

-0,12 (-0,14)

Lesende Orientierung 

-

0,06 (0,06)

Bildliche Orientierung 

-

Auch die Faktorenstruktur (Varimax-rotiert) erbrachte eine Bestätigung des Aktivitätsfaktors mit den Polen handelndes und lesendes Präferieren, während der zweite Faktor abermals die Dichotomie der beiden Sinneskanäle abbildet.

Neu war im Jahr 2004 die Einbeziehung der spanischen Version des Verfahrens, wobei in den folgenden Ergebnissen insgesamt 312 spanisch-sprechende ProbandInnen einbezogen werden. Davon stammen 103 aus Spanien, 58 Mexiko, 54 aus Peru, 43 aus Chile, 36 aus Argentinien, 23 aus Kolumbien, 20 aus Venezuela, der Rest stammt aus den übrigen spanisch-sprechenden Ländern. Die Datensätze aus den deutschsprachigen Ländern verteilen sich wie folgt: Deutschland 11605, Österreich 3511 und Schweiz 2045.

Während im Bereich des Akustischen nur geringe Differenzen vorliegen, weicht die spanische Stichprobe mit stärkerer handelnder und lesender Orientierung bzw. schwächerer bildlicher Orientierung von den drei deutschsprachigen Ländern ab - allerdings kann derzeit noch nicht geklärt werden, ob dies auf Grund der Übersetzung oder auf Grund tatsächlicher Präferenzunterschiede zustande kommt. Aufgrund der sorgfältigen bzw. wortwörtlichen Übersetzung durch Manuela Molina Molina und Miguel Witte Stucht (Departamento de Alemán - Escuela Oficial de Idiomas de Linares in Spanien) dürfte eher die zweite Hypothese zutreffen. Eine von KollegInnen geplante Übertragung in weitere Fremdsprachen wird vermutlich Aufklärung bringen können.


Hinweise zur Nutzung

Die Verwendung des Tests ist unter Einhaltung der im Wissenschaftsbetrieb üblichen Regeln gestattet - siehe dazu auch die Hinweise unter http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/COPYRIGHT/. Der Autor ersucht alle NutzerInnen, Erfahrungen oder etwaige Daten mitzuteilen, die in eine Überarbeitung einfließen könnten. Beim Einsatz des Verfahrens im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung an einer größeren Probandengruppe bitte ich um Übermittlung der einschlägigen Kennzahlen. 


Testbeschreibung - Test - Ergebnisse 2003 - Literatur - FAQs & comments - Testforum

 



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