Drogen

Keine Macht den Drogen - No Drugs

Als Drogen bezeichnet man jene psychotrope Substanzen bzw. Stoffe, die durch ihre chemische Zusammensetzung auf das Gehirn bzw. das Zentralnervensystem einwirken und dadurch auf das Denken, Fühlen, die Wahrnehmung und das Verhalten direkt Einfluß nehmen. Als Drogensucht wird die Abhängigkeit von Drogen und damit der Zwang zur ständigen Zufuhr eines chemischen Stoffes verstanden, der kein Nahrungsmittel sowie nicht lebensnotwendig ist. Die dabei auftretenden Symptome werden als Abhängigkeitssyndrom bzw. das Phänomen als pharmakologische Abhängigkeit bezeichnet. Dieser chemische Stoff kann auch ein körpereigener Stoff sein, der beispielsweise bei sportlicher oder sexueller Betätigung ausgeschüttet wird, die Übergänge zu nichtstofflichen Abhängigkeiten (abhängige Persönlichkeitsstörungen, ...) sind dabei fließend. Bei einer physisch bedingten Sucht treten in jedem Fall beim Absetzen des süchtig machenden Vorganges (meist der Stoffaufnahme) echte Entzugserscheinungen auf, weil die Droge Teil des normalen Stoffwechsels geworden ist.

Drogen werden in verschiedene Gruppen eingeteilt:

Nüchternheits-/Leistungsdrogen
Leistungsdrogen haben eine anregenden Wirkung auf den Organismus. Dieser wird durch eine verstärkte Ausschüttung von Stresshormonen (z.B. Dopamin) bewirkt, was sich in einer Erhöhung des Blutdrucks, verstärkter Muskelaktivität bis zum Zittern, geringerem Schlafbedürfnis und weniger Hunger ausdrückt. Ihr Wirkungsspektrum reicht von leichten Anregungszuständen bis zu Omnipotenzgefühlen. Nach dem Abklingen der Wirkung können unter Umständen Gefühle körperlichen Ausgelaugtseins und depressive Verstimmungen auftreten. Zu dieser Gruppe gehören Stoffe wie Koffein, Kokain, Nikotin, Thein. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2001 an 11.000 College-Schülern in den USA gaben vier Prozent der Befragten zu, mindestens einmal illegal verschreibungspflichtige Stimulanzien genommen zu haben. An manchen Schulen gab sogar jeder vierte Befragte solche Erfahrungen zu.

Hypnotika und Sedativa
Schlaf- und Beruhigungsmittel bewirken ein Herunterfahren körperlicher oder geistiger Aktivität. Der Stoffwechsel wird verlangsamt, Angstzustände und Depressionen werden nicht oder kaum mehr wahrgenommen. Deshalb werden diese Stoffe auch aus "Downer" bezeichnet. Auch nach dem Abklingen der unmittelbaren Wirkung können Müdigkeit, Benommenheit und Kreislaufschwäche auftreten. Zu dieser Gruppe zählen Alkohol, Barbiturate, Benzodiazepine (wie z.B. Valium).

Halluzinogene
Halluzinogene sind Stoffe, die eine sogenannte "bewußtseinserweiternde" Wirkung haben können. Ihre Wirkung beruht auf der Ähnlichkeit mit dem Botenstoff Serotonin, der eine Reizüberflutung des Gehirns verhindert. Durch die nach der Einnahme von Halluzinogenen hervorgerufene Reizüberflutung kommt es zu optischen, akustischen oder emotionalen Halluzinationen, die sich z.B. in besonders intensiver Farb- oder Musikwahrnehmung bis hin zu den viel beschriebenen "rosa Elephanten" ausdrücken kann. Negative äußere Einflüsse oder auch Unwohlsein bei der Einnahme können allerdings auch sogenannte "Horror-Trips" auslösen, die durch Angstzustände und Panikattacken gekennzeichnet sind. Die bekanntesten Halluzinogene sind Cannabis (Marihuana, Haschisch), Psilocybin, Meskalin und LSD.

Opiate
Opiate sind das im Schlafmohn enthaltene Opium und seine Derivate. Ihre Wirkung beruht auf ihrer großen Ähnlichkeit mit den Endorphinen. Diese sind natürliche Botenstoffe des Menschen, welche durch die Hirnangangsdrüse ausgeschüttet werden und Wohlbefinden und Glückszustände auslösen. Deshalb werden sie auch oft als "Glückshormone" bezeichnet. Die Zufuhr von Opiaten wird durch den Organismus als eine starke Steigerung des Endorphinspiegels wahrgenommen. Da sich dem Körper auf diese Weise weit mehr "Glückshormone" zuführen lassen, als dieser in der Lage ist, selbst zu produzieren, lassen sich mit den Opiaten derart starke Zustände von Wohlbefinden erzeugen, daß das Verlangen nach wiederholtem Konsum sehr schnell eintreten kann. Das Absetzen von Opiaten führt zu starken Depressionen, Magenkrämpfen, Schwitzen und Muskelzittern. Die bekanntesten Opiate sind Opium, Morphin, Codein und Heroin.

Wissenschafter der Universität Bristol haben 20 der populärsten Drogen untersucht und nach ihrer Gefährlichkeit geordnet. In die Beurteilung der Drogen flossen Faktoren ein wie lang- und kurzfristige körperliche sowie seelische Folgen, der psychische und physische Suchteffekt und die sozialen Schäden, die die Drogen anrichten. Heroin liegt an erster Stelle des Rankings, es folgen Kokain, Barbiturate, die als Beruhigungs- und Schlafmittel verordnet werden, sowie der Heroinersatzstoff Methadon. Auf Rang fünf liegt der Alkohol, die mit Abstand am weitesten verbreitete Droge. Er rangiert so weit oben wegen seiner massiven körperlichen Langzeitschäden sowie wegen seiner zerstörerischen sozialen Wirkung besonders weit vorne. Als zweitgefährlichste frei verkäufliche Droge liegt Tabak auf Platz neun, während die illegalen Rauschmittel Cannabis, LSD, Liquid Ecstasy und Ecstasy lediglich die Plätze elf, 14, 17 und 18 belegen. Damit widersprechen die Experten in vielen Punkten den europäischen Gesundheitsbehörden, die Drogen wie Heroin, LSD und Ecstasy als besonders schädlich einstuft, während Alkohol und Tabak in der Klassifizierung der englischen Behörden gar nicht auftauchen (Quelle: OÖNachrichten vom 12.3.2008).

Wirkung metabotroper Rezeptoren: Suchtmittel hinterlassen Spuren im Gehirn, denn nach der Einnahme einer Droge kommt es zu einer verstärkten Reizübertragung im Gehirn, wobei biochemische Prozesse wie beim Lernen die Synapsen langfristig verändern (drogenvermittelte synaptische Plastizität), sodass sich mit der Zeit ein zwanghaftes Verlangen nach der Droge entwickelt (Sucht). Lüscher & Bellone (2008) konnten bei Kokain zeigen, dass sich diese durch Drogen hervorgerufene Plastizität wieder rückgängig machen lässt. Sie entdeckten Proteine (metabotrope Rezeptoren) im Gehirn, die als eine Art Verteidigungssystem gegen Sucht dienen, indem sie das Verlangen nach der Droge reduzieren. Diese Forschungen erklären möglicherweise, weshalb manche Menschen besonders suchtanfällig sind und andere weniger. Sind die metabotropen Rezeptoren nämlich zu wenig ausgeprägt, können die Betroffenen das Verlangen nach der Droge nicht mehr kontrollieren. Möglicherweise hängt dieses biochemische Verteidigungssystem von genetischen Voraussetzungen ab.

Der Begriff "Drogen" leitet sich vom Adjektiv "trocken" ab. Ursprünglich bezeichnete er getrocknete Pflanzen und Pflanzenteile, die für Heilzwecke, als Stimulantia oder auch als Gewürze genutzt wurden.

Das Wort Drogen gehört übrigens zu den von einer Jury gewählten Wörtern des 20. Jahrhunderts.

Alkohol (Ethanol)

Nikotin

Koffein (Trimethylxanthin)

Wirkstoff in vielen Pflanzen, z.B. Kaffee, Tee, Guarana. Anwendung: wird als Kaffee, Tee, Cola, Energy-Drink getrunken oder als Tabletten geschluckt. Wirkung: anregend, blutdrucksteigernd. Bei Dauerhaftem Konsum kann sich Abhängigkeit herausbilden. So sagen knapp 30% der Kaffeetrinker, sie könnten darauf nicht verzichten. Bei dauerhaft starkem Konsum können Entzugsbeschwerden wie Kopfschmerzen, allgemeine Mattigkeit, Gereiztheit auftreten.

Nach einer Studie an 200 Studenten von Simon Jones (Universität Durham) leiden starke Kaffeetrinker häufiger an Halluzinationen, denn wer mehr als sieben Tassen täglich konsumiert, hat ein drei Mal höheres Risiko, Stimmen imaginärer Personen zu hören, als Menschen, die weniger als eine Tasse täglich trinken. Ob allerdings der Kaffeekonsum tatsächlich die Halluzinationen auslöst, ist noch unklar, denn es könnten auch Menschen mit Wahnvorstellungen öfter zum Kaffee greifen, um mit ihren speziellen Erfahrungen zurecht zu kommen. Als mögliche Ursache für dieses Phänomen vermutet man, dass Koffein die physiologische Auswirkung von Stress verstärkt, denn dabei schüttet der Körper mehr Cortisol ins Gehirn aus, was mit den Wahnvorstellungen zu tun haben könnte. Übrigens: Halluzinationen sind nicht unbedingt Anzeichen einer Geisteskrankheit sind, denn die meisten Menschen hätten Erfahrung damit, Stimmen zu hören, obwohl niemand da ist. Etwa drei Prozent der Bevölkerung vernimmt sogar regelmäßig diese Stimmen, bewältigen das jedoch gut und führen ein ganz normales Leben.

Wer regelmäßig Kaffee oder Tee zu sich nimmt, dessen Körper gewöhnt sich an das darin enthaltene Koffein, sodass es bei einem Ausbleiben der Koffeinzufuhr zu Entzugserscheinungen kommt. Betroffene klagen über pochende Kopfschmerzen, die ihren Ursprung meist hinter den Augen zu haben scheinen, und fühlen sich abgeschlagen und müde, habenr Konzentrationsschwächen und sind verstärkt reizbar. Forschungen am College of Medicine der University of Vermont und der Johns Hopkins School of Medicine zeigten, dass sich die Gehirnaktivitäten während eines Koffeinmangels verändern und sich der Blutfluss im Gehirn erhöht, was das Auftreten der Kopfschmerzen erklären kann.

Nach einer Untersuchung von Peter Rogers (Universität Bristol) mit Koffeintabletten und Placebos zeigten sich bei 379 Teilnehmern deutliche Unterschiede zwischen gefühlten Wachheitszuständen und der tatsächlichen Leistungsfähigkeit. In Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests leisteten nach dem Verzehr einer koffeinhaltigen Tablette die starken Kaffeetrinker nicht mehr als Koffeinverweigerer oder Gelegenheitskonsumenten aus der Placebo-Gruppe. Für Probanden, die ohnehin nie oder nur selten Kaffee oder Tee tranken, war es kein Problem, wenn sie nur ein Placebo bekamen, nur für die Dauerkonsumenten wirkte sich die unterbrochene Koffeinzufuhr spürbar aus, denn sie gaben häufiger an, dass sie sich müde fühlten, wobei einige sogar unter Kopfschmerzen litten. Wer von den starken Kaffeetrinkern hingegen mit der Tablette seine Dosis Koffein erhalten hatte, blieb bei den Tests eher unauffällig. Man schließt daraus, dass das Koffein bei regelmäßigen Kaffeekonsumenten lediglich dafür sorgt, dass die Körper normal funktionierten aber keine Leistungssteigerung bewirken.

Legale und gesellschaftlich akzeptierte Drogen (Kulturdrogen)

Quelle: Personality and Individual Differences
Jones, S.R., Fernyhough, C., & Meads, D. (2009). In a dark time: Development, validation, and correlates of the Durham hypnagogic and hypnopompic hallucinations questionnaire. Personality and Individual Differences, 46, 30-34.

Die häufigsten Drogen

Anabole Steroide wurden in den späten 1930er Jahren entwickelt und zunächst medizinisch zur Behandlung von "Hodenunterfunktion" eingesetzt. Etwas später erkannten ForscherInnen, daß anabole Steroide das Wachstum der Skelettmuskulatur beschleunigen. Aus diesem Grund wurden Steroide in den letzten Jahrzehnten vermehrt benützt, um die sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern und einen "athletischen Körper" heranzubilden. Anabol wirkende Steroide wurden zunächst in den Vereinigten Staaten als Substanzen mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial eingestuft und in der Folge in das Verzeichnis der staatlich kontrollierten Substanzen aufgenommen. Medizinisch wurden Steroide in der Vergangenheit zur Behandlung von Untergewicht, Appetitlosigkeit, Altersschwäche, Osteoporose und zur rascheren Heilung nach schweren Operationen eingesetzt. Heute kommen anabole Steroide in der Medizin vor allem bei der Therapie der sogeannten "aplastischen Anämie", einer speziellen Form der Blutarmut und bei schwerem Muskelschwund nach Verletzungen zum Einsatz.

Anabole Steroide

Quelle:
http://www.checkyourdrugs.at/
data/substanzen/steroide/01/
index.html (01-07-07)

Gammahydroxybuttersäure (GHB) - in der Clubszene unter Liquid Ecstasy, Flüssiges Ecstasy, Flüssiges oder Fantasy bekannt - wurde vor mehr als 30 Jahren vom französischen Wissenschaftler Laborit zum ersten Mal künstlich hergestellt, als er sich intensiv mit dem GHB-ähnlichen Neurotransmitter GABA beschäftigte. Ecstasy und "flüssiges Ecstasy" führen zwar unter gewissen Umständen zu ähnlichen Wirkungen, haben aber chemisch gesehen nichts miteinander zu tun: Die Bezeichnung "liquid ecstasy" ist eine Marketingmaßnahme. In der Medizin ist GHB in der Anästhesie als Narkosemittel und als Hilfsmedikament beim Alkoholentzug eingesetzt worden - hauptsächlich um das starke Verlangen nach Alkohol und Symptome wie Ängstlichkeit zu verringern. Wegen ihrer muskelentspannenden Wirkung wird GHB vereinzelt auch zur Geburtsunterstützung eingesetzt. Als Schlafmittel konnte sich GHB nicht durchsetzen, da Betroffene aufgrund der spezifischen Wirkweise nach 3 Stunden abrupt wieder aufwachen. Aufgrund ihrer Nebenwirkungen verliert GHB in der Medizin rasch an Wichtigkeit. Innerhalb der Bodybuilder-Szene und von Leistungsportlern wird sie allerdings - vor allem in den U.S.A - zur Förderung der Wachstumshormone eingesetzt. Nach ersten Vergiftungsfällen aufgrund von Überdosierungen und der gleichzeitigen Einnahme weiterer Mittel, sowie einzelnen Meldungen über Todesfälle kommt es in den Vereinigten Staaten neben dem Verbot von GHB als Dopingmittel ab Ende 1990 zu einer generellen Einschränkung des freien Verkaufs von GHB. Anfang 2000 wird GHB schließlich ins amerikanische Suchtmittelgesetz aufgenommen. Mitte der 90er Jahre ist GHB zuerst in der englischen Club-Szene und seitdem in mehreren europäischen Staaten - so auch vereinzelt in Österreich - aufgetaucht.

Gammahydroxy-
buttersäure
(GHB, Liquid ecstasy)

Schnüffelstoffe

Das Einatmen der Dämpfe verschiedener organischer Lösungsmittel löst im Gehirn Rauschzustände aus. Die Wirkungen erfolgen über innere Unruhe bis zur Erregtheit, Übelkeit und das Gefühl der Atemnot. Bei Fortdauern des Rauschzustandes tritt ein Entspannungszustand ein, der als angenehm erlebt wird. Nach regelmäßiger Inhalation stellt sich eine körperliche Abhängigkeit ein. Diese Lösungsmittel findet man z.B. in Klebstoffen, Lacken, Farbverdünnungen, Putzmittel, Benzinen, Filzschreibern, Nagellackentfernern, Haarsprays.

Gebräuchliche Stoffe sind Kohlenwasserstoffe und chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie sie etwa in Benzin oder Fleckenwasser enthalten sind. Da Schnüffelstoffe sehr billig zu haben sind, schnüffeln in den Dritte-Welt-Ländern oft schon achtjährige Kinder. Auch werden Stoffe wie Butangas oder Flüssiggas geschnüffelt, in ärmeren Ländern sogar anscheinend Pinkelsteine (enthalten etwa Paradichlorbenzol und Naphthalin).

Besonders das als Feuerzeug- und Campinggas im Handel frei erhältliche Butangas ist in jüngster Zeit in Zusammenhang mit einigen Todesfällen ins Gerede gekommen. Akute Wirkung: Gehobene Stimmung; kurzer, intensiver Rausch; Erleben für kurze Zeit distanziert und gelöst. Es wird von kurzfristigen emotionalen Überreaktionen infolge Kontrollverlusts über das Gefühlsleben berichtet. Nebenwirkungen: Häufig Übelkeit bis zum Erbrechen, mitunter bedrohliche Unterversorgung des Gehirns und anderer Organe mit Sauerstoff. Das Risiko liegt insbesondere in der Schwierigkeit der Dosierung und der möglichen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff.

Dem Schnüffler fallen meistens, wie auch bei allen anderen Drogen, Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Strukturen zum Opfer. Oftmals wird aus Neugier ein überall erhältlicher Klebstoff ausprobiert. Erstaunlich ist, daß die Schnüffler zu keinem Zeitpunkt physisch abhängig sind. Trotz dieser Tatsache ist die Rückfälligkeit ähnlich der von Kokain und Opium. Es wird oftmals bis ins Erwachsenenalter hinein geschnüffelt. Im einzelnen spielen sich beim Schnüffeln die Phasen einer Inhalationsnarkose ab, und zwar unterschiedlichen Zeitverhältnissen. Bei den ersten Atemzügen können Reizerscheinungen der oberen Atemwege, Atemnot, Herzklopfen und Blutdrucksteigerungen auftreten. Bei weiterem Einatmen kann es zur Euphorie kommen. Die Personen können in solchen Stadien wie alkoholisiert wirken. Bei etwas tieferen Stadien treten Verkennungen der Umwelt und von Gegenständen auf. Die Farbwahrnehmung und die akustischen Sinneseindrücke können verändert sein. Schließlich treten insbesondere in den ersten sechs Monaten des Mißbrauchs halluzinatorische Erlebnisse auf. Sie betreffen häufig kleine bewegte Objekte wie Spinnen, Käfer, Ameisen oder Blätter. Für die Intoxikationsperiode kann ein teilweiser oder totaler Erinnerungsverlust bestehen. Für den Außenstehenden zeigt sich das Bild einer ausgeprägten Lösemittel- Vergiftung in Form von Gang-, Stand- und Bewegungsstörungen. Die Personen torkeln und lallen, bewegen sich ungeschickt oder sogar selbstgefährdend, sie wirken psychisch verändert, umdämmert, verwirrt, häufig auch distanzlos, gereizt und enthemmt und in späteren Stadien apathisch oder schläfrig. Bei Fortsetzung kommt es zum Tiefschlaf, schließlich bis zum Koma.

Für den Notfall: Rettungsdienst bei Atem- und Herzstillstand bzw. Bewusstlosigkeit rufen, inzwischen für eine stabile Seitenlage sorgen, geschlossene Kleidung öffnen und für Frischluftzufuhr sorgen. Bei der betreffenden Person bleiben, bis die Rettung kommt. Eventuell Sicherstellung von Spraydosen, damit die Rettung weiß, was konsumiert wurde.

Poppers

Die in grell verpackten Fläschchen mit Namen wie "Rush", "Rave", oder "Hardware" angebotenen Flüssigkeiten enthalten die chemischen Substanzen Amylnitrit oder Butylnitrit. Poppers werden durch Inhalation über Mund oder Nase aufgenommen und lösen innerhalb weniger Sekunden eine Senkung des Blutdrucks und eine Erhöhung der Herzschlagfrequenz aus. KonsumentInnen verspüren einen für ein- bis zwei Minuten anhaltenden Rausch mit Glücksgefühlen sowie einer veränderten akustischen und visuellen Wahrnehmung. Diese verbotenen organischen Nitrite wie Amylnitrit und Butylnitrit sind wegen ihrer angeblichen aphrodisierenden Wirkung und Enthemmung oft in Tanz-clubs und Sexshops erhältlich. Amylnitrit wurde früher bei Angina Pectoris verabreicht. Der medizinische Gebrauch von Amylnitrit wurde eingestellt, weil die Nebenwirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit bei den Weiterentwicklungen nicht mehr auftraten. Tausende Menschen haben über Jahrzehnte Poppers zur Behandlung ihrer Herzanfälle regelmäßig genommen. Butylnitrit ist in sehr geringen Mengen in Raumduftaromen oder auch der Flüssigkeit für Tonkopfreiniger enthalten.

Zu den Schnüffelstoffen zählen, neben Poppers, eine Reihe weiterer psychoaktiv wirksamer Substanzen, die durch Inhalation über Mund oder Nase aufgenommen werden: Klebstoffe, chemische Fleckenmittel, Farbentferner und -verdünner, Nagellackentferner, Treibmittel in Sprühdosen, wie Farb-, Lack-, und Haarsprays, Fahrzeugbenzin, Stickstoffmonoxid, Halothan oder Amylnitrit Das Inhalieren mancher Farben, Klebstoffe und Gase ist besonders schädlich und kann zu langen Konzentrations- und Koordinationsschwierigkeiten sowie bleibenden Gehirnschäden führen. Da die meisten als Schnüffelstoffe verwendeten Substanzen im Alltagsgebrauch für andere Zwecke eingesetzt werden, unterliegen die Inhalantien nicht dem Suchtmittelgesetz.

Einnahmeart: Inhalieren (Konzentration in der Atemluft kann durch das Stecken des Kopfes in einen Nylonsack erhöht werden).

Akute Wirkung

  • gehobene Stimmungslage
  • zu Beginn: Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen
  • innere Unruhe, Erregtheit, Gefühl der Atemnot
  • Fortdauer: Entspannung, Dämmerzustand (veränderte Sinneswahrnehmung)

Chronischer Mißbrauch

  • Schädigung der Leber
  • Risiko einer Leberzirrhose und einer Leberzellkrebserkrankung wird erhöht
  • chronische Nervenentzündung
  • Reduzierte Denk- und Merkfähigkeit

Gefahren:

  • Tod durch Atemlähmung
  • gesteigerte Herzfrequenz kann zum Herztod führen

Keiner Kontrolle
unterliegende Drogen

Quelle:
http://myweb.iea.com/
~orlandod/medizin1.htm (02-03-13)

Schon vor vielen Jahren wurde die Existenz von drogenähnlichen Substanzen (Exorphine) in einigen alltäglichen Nahrungsmitteln vermutet und man fand opiatähnliche Aktivität bei Weizen, Mais und Gerste, bei Kuh- und Muttermilch entdeckte man das Kasomorphin, wobei das Exorphin des Getreides stärker wirkt als das Kasomorphin der Kuh.

 

Eine weitere, im Haushalt übliche Droge ist der Zucker. Die Abhängigkeit von Industriezucker wird bereits im Säuglings- alter durch gesüßte Ersatznahrung im Krankenhaus gefördert, in einem Alter also, in dem der Geschmackssinn sich noch in seiner Entwicklung befindet und somit die Reizschwelle für das Süß- empfinden in die Höhe geschraubt wird. Zucker ist in unserer heutigen Zivilisation sicherlich nicht mehr wegzudenken, dennoch ist der Zucker eines der Produkte, das mit beinahe allen Zivilisationskrankheiten direkt in Verbindung steht. So schwächt Zucker das Immunsystem und fördert Allergien, den VitaminB1-Mangel und mit dem Vitaminstoffmangel treten Symptome auf, wie Müdigkeit, Leistungsschwäche und depressive Stimmung. Außerdem führt der Genuß von Zucker zu Hypoglykämie, dem Blutunterzucker, welcher oftmals auftritt, wenn neben dem Zucker eine nicht genügend ausgewogene Nahrung aufgenommen wird. Hypoglykämie führt zu ähnlichen Symptomen wie der VitaminB1-Mangel, welcher auch in direktem Zusammenhang mit Blutunterzucker steht. Jedoch führt in diesem Fall die Aufnahme von Zucker zu kurzzeitiger quirliger, überreizter Hyperaktivität. Hiernach jedoch tritt wiederum ein schlechtes Gedächtnis, Konzentrations- schwäche, emotionale Instabilität, Verhaltensstörung und Lernschwäche zutage. Somit kann man sagen, daß die Aufnahme von Industriezucker den körpereigenen Glukosehaushalt empfindlich stört und eine saubere Regulierung verhindert. Des weiteren ist mit (übermäßigem) Industriezuckerkonsum eine krankhafte Veränderung des ganzen Knochensystems verbunden. So stellt sich eine Kalkauslaugung der Knochen sowie eine Verlängerung der Röhrenknochen, die an das gesteigerte Größenwachstum der modernen Jugend erinnert, ein. Ausserdem steht Zucker in Verbindung mit einer Reihe von Lern- und Konzentrationsschwächen. So fand u.a. auch der Kinderarzt Dr. Lendon Smith in Untersuchungen heraus, daß Kinder, die Zucker und/oder Weißmehl während der Schulpausen zu sich nahmen, Lernschwierigkeiten in der Schule aufwiesen. Dementsprechend wurde durch den Pädagogen K.-D.-Müller von der Universität Hannover festgestellt, daß Kinder mit gesunder und vollwertiger Ernährung bessere Noten aufweisen als Kinder, die sich "überwiegend von hellem Brot, kaum Frischobst und vielen Süßigkeiten" ernähren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fand in Umfragen bei Kindern und Jugendlichen von 10-18 Jahren dementgegen heraus, daß immerhin 57% glauben, daß Vollmilchschokolade Aufbaustoffe für Kinder hat, 36%, daß Zucker das Wachstum fördert, 39%, daß Zucker verbrauchte Energie zurückbringt, und sogar 45% meinen, daß Zucker Nervennahrung sei. In anderen Umfragen ergab sich, daß derselbe Anteil (45%>Nervennahrung) der Mütter eben dieser Meinung ist. Die Werbeagenturen der Zucker und Süßwarenindustrie haben also ganze Arbeit geleistet.

Bart Hoebel zeigte in Untesuchungen an Ratten, dass Zucker auch aus der Perspektive der neuronalen Veränderungen ein Suchtmittel ist, denn steigender Konsum führt dazu, dass die Tiere immer mehr Zucker fressen müssen, bis sie genug davon haben, und sie zeigen auch Entzugserscheinungen (Ängstlichkeit, Zähneklappern) , wenn das Suchtmittel ausbleibt. Große Zuckermengen ziehen ähnlich wie Kokain, Morphin oder Nikotin im Gehirn neurochemische Veränderungen nach sich, indem die Zahl der Dopamin- und Opioid-Rezeptoren im Gehirn verändert wird. Auch scheint hoher Zuckerkonsum die Neigung zu anderen Drogen wie Alkohol zu erhöhen.

David Benton (Swansea Universität) wertete 160 Studien zur Zuckersucht aus und fand keinerlei Bestätigung. Die Hypothese, Zucker könne auch Menschen körperlich abhängig machen, entstammte allein Versuchen an Ratten, denen man zwölf Stunden lang kein Futter gegeben und anschließend Laborfutter sowie wahlweise eine Zuckerlösung in unbegrenzter Menge angeboten hatte, wobei die Tiere nach einem Monat Anzeichen einer Sucht zeigten. Keine der auf Grundlage des Tiermodells aufgestellten Hypothesen hinsichtlich einer Zuckersucht bestätigt sich für den Menschen, denn die damals in den Untersuchungen registrierte erhöhte Ausschüttung von Glückshormonen hat nicht direkt etwas mit dem Zucker zu tun, sondern vielmehr mit der Belohnung, die die Zuckergabe ausgelöst hatte. Dieses Suchtverhalten kann im Prinzip auf jede Form der Belohnung entstehen.

"Zucker als Nervennahrung – dass da etwas dran sein muss, zeigen ja schon die Schlangen vor den Süßigkeitenautomaten in Universitäts-Bibliotheken. Oder etwa nicht? Es ist eine Frage der Dosis, wie Ernährungsforscher wissen. Zu viel Zucker und Fett schaden dem Gehirn, wie Wissenschaftler an einem Experiment mit Ratten zeigen. Wurden die Tierchen mit stark zucker- und fetthaltigem Futter gemästet, bauten sie geistig ab und wurden anfälliger für Hirnschäden. Wichtiger als Zusatzpräparate, Zucker oder ähnliches scheint Trinken für das Gehirn zu sein. Ein bis zwei Liter am Tag sollen die Leistungsfähigkeit stärken" (Bareither 2009).

Haushaltsdroge
Industriezucker?

Quelle:
http://myweb.iea.com/
~orlandod/medizin1.htm
(02-03-13)
Bareither, Isabelle (2009). Die zehn größten Irrtümer über die Intelligenz.
WWW: http://www.welt.de/ (09-05-15)

Paul J. Kenny und Paul M. Johnson berichten 2010 in „Nature Neuroscience“ von Tierversuchen, nach denen fettreiches Essen wie Junk Food ebenso süchtig macht wie Drogen, d.h., im Experiment mit kalorienreicher Nahrung gefütterte Ratten verloren zunehmend die Kontrolle über ihr Essverhalten. Offensichtlich reagiert das Belohnungssystem des Gehirns auf extrem kalorienreiches Essen auf die gleiche Weise wie auf Drogenkonsum. Dopamin wird vom Gehirn bekanntlich als Reaktion auf Reize wie Sex, Schlemmen und Drogengenuss ausgeschüttet. Der Dopamin-Rezeptor sprach in den Tierversuchen auch auf den Genuss von übermäßigem Junk Food an, indem er, um die Flut von Dopamin besser verarbeiten zu können, einen Gang nach dem anderen zurückschaltete. Der Rezeptor benötigte bei den Ratten also immer mehr vom Junk Food-Essen ausgelöstes Dopamin, um noch ein Wohlgefühl auszulösen.

Wenn ein Tier die Gehirnzentren für das Wohlbefinden mit dem schmackhaften Essen überreizt, passt sich das System also offensichtlich an und schraubt seine Aktivität zurück. Wie bei der "normalen" Drogensucht giert das Gehirn daher beständig nach weiterer Zufuhr von Junk Food, um nicht in einen Zustand negativen Befindens zu verfallen.

Der Mechanismus in den Rattengehirnen ist vermutlich vergleichbar mit dem, der bei der menschlichen Sucht nach Rauschmitteln auftritt: Der Konsum aktiviert das Belohnungssystem des Gehirns und sorgt für Wohlgefühl. Doch je mehr man konsumiert, desto mehr Nachschub verlangt das Gehirn, um das gleiche Glücksgefühl wie beim letzten Mal zu erzeugen. Die Entwicklung von Fettleibigkeit geht also mit einem immer größer werdenden Defizit in der neuronalen Belohnung einher.

Junk Food als Droge

Literatur:
Johnson, Paul M. & Kenny Paul J. (2010). Dopamine D2 receptors in addiction-like reward dysfunction and compulsive eating in obese rats. Nature Neuroscience.
WWW: http://www.nature.com/neuro/journal
/vaop/ncurrent/full/nn.2519.html (10-03-27)

Es gibt eine zunehmende Zahl von Personen, die Auffälligkeiten und Störungen in gemeinhin als alltäglich betrachteten Verhaltensweisen wie Arbeiten, Spielen, Kaufen, Essen usw. aufweisen und zum Teil heftig darunter leiden. Diese Auffälligkeiten und Störungen sind mehr als schlechte Gewohnheiten, Marotten oder individuelle "Abweichungen vom Normalen", da ein Verlust der Kontrolle über diese Tätigkeit, schwere psychische Abhängigkeit und der überwältigende Wunsch, diese Handlungen unter allen Umständen fortzusetzen und dabei möglicherweise auch die Dosis zu erhöhen, entstanden sind. Auf die Verwendung des Begriffes "Sucht" sollte bewußt nicht verzichtet werden, denn

  • zum einen ermöglicht die Einführung des Terminus "(Substanz-) Abhängigkeit" in die Diagnosemanuale der klinischen Psychologie und der Psychiatrie die weitere Verwendung des Suchtbegriffs in Abgrenzung von der Terminologie der psychiatrischen Diagnostik,
  • zum anderen wird insbesondere im Zusammenhang mit exzessiven Verhaltensweisen in den Bereichen Spielen, Essen, Arbeiten usw. der Begriff "Sucht" verwendet und nicht auf die Bildung von "Ismen" - wie z.B. Alkoholismus - zurückgegriffen oder von "Abhängigkeit" gesprochen.

So wird es möglich, Sucht als einen psychologischen Terminus zu verstehen, der in seiner Bedeutung vom psychiatrischmedizinischen Abhängigkeitsbegriff abweicht, durchaus aber psychiatrische Diagnosekriterien dieses Störungsbildes einbezieht.

Nicht substanzgebundene "Drogen"

Quelle:
Poppelreuter, Stefan & Gross, Werner (Hrsg.).
"Nicht nur Drogen machen süchtig". Stoffungebundene Süchte.
W3: http://www.psychologie.uni-bonn.de/
wiorg/forschung/suechte.htm (02-09-23)

In den Medien werden Drogen oft in sogenannte "harte" und "weiche" Drogen unterteilt. In der Regel werden Drogen, die über ein psychisches Abhängigkeitspotential verfügen, als "weich" bezeichnet, wie z.B. Cannabis. Psychische Abhängigkeit bedeutet, daß der Konsument oder die Konsumentin ein starkes Verlangen nach Wiedereinnahme der Droge verspürt, ohne daß körperliche Entzugserscheinungen auftreten. Wenn auch das der Fall sein kann, z.B. in Form von starken Schweißausbrüchen, Magenkrämpfen, Muskelzittern usw., dann haben Drogen ein körperliches, ein physisches Abhängigkeitspotential. Drogen die psychisch und physisch abhängig machen können, werden als "harte" Drogen bezeichnet. Das ist bei Alkohol und Opiaten der Fall. Bei Kokain hingegen ist kein physisches Abhängigkeitspotential gegeben. Trotzdem wird es zumeist auch als "harte" Droge bezeichnet, da das psychische Abhängigkeitspotential als besonders hoch gilt. Koffein hingegen, welches nach Definition als "harte" Droge zu gelten hätte, wird in diesem Zusammenhang zumeist gar nicht erwähnt. Dies zeigt, daß die oft betriebene Unterteilung in "harte" und "weiche" Drogen keinen Sinn macht, da sie willkürlich und ohne stringente Systematik erfolgt.

Im medizinischen Journal "The Lancet" wurde eine Rangreihe der gefährlichsten Drogen veröffentlicht:
1. Heroin, 2. Cocaine, 3. Barbiturates, 4. Street methadone, 5. Alcohol, 6. Ketamine, 7. Benzodiazepines, 8. Amphetamine, 9. Tobacco, 10. Buprenorphine, 11. Cannabis, 12. Solvents, 13. 4-MTA, 14. LSD, 15. Methylphenidate, 16. Anabolic steroids, 17. GHB, 18. Ecstasy, 19. Alkyl nitrates, 20. Khat.

"Harte" und "weiche" Drogen

Substitution bedeutet, daß Heroinabhängige mit Ersatzstoffen (Substituten) behandelt werden, die das Auftreten von Entzugserscheinungen verhindern. Da es sich bei den Ersatzstoffen um synthetische Opiate (Opioide) handelt, besteht bei den Behandelten die Sucht zunächst weiter; es gibt verschiedene Varianten:

Die Kurzzeitbehandlung dient in der Regel dazu, den Abhängigen in einer langsam reduzierten Dosis zu entziehen. Dieser sogenannte "weiche Entzug" ist eine Alternative zum "harten Entzug". Sinn dieser Form der Behandlung ist die Reduktion von Entzugsbeschwerden. Zudem soll damit verhindert werden, daß Angst vor Entzugssymptomen konditioniert wird. Diese Angst könnte bei einem Rückfall eine neue Behandlung verhindern oder verzögern. Mittelfristige Programme ("Maintenance-to-abstinence-programmes") sollen Abhängige mittelfristig, evtl. im Laufe mehrerer Jahre, zur Abstinenz führen. Hauptziel dieser Programme ist eine soziale und berufliche Reintegration der Patienten. Zudem sollen sie sich durch den Aufbau von Beziehungen außerhalb der Drogenszene aus dieser lösen. Von daher ist intensive ambulante psychtherapeutische Behandlung Teil der maintenance-to-abstinence-programmes. Langzeitbehandlungen (Erhaltungsprogramme) dienen dazu, Drogenabhängige ohne zeitlichen Druck mittels Methadon zur Drogenabstinenz zu führen. Besonders langjährige Heroinabhängige, die für Abstinenztherapien nicht mehr gewinnbar sind, sollen mit diesem Angebot angesprochen werden. Auf dem Wege soll ein Minimum an menschenwürdiger Existenz gesichert und die Polytoxikomanie gebremst werden. Niederschwellige Substitutionsbehandlungen unterscheiden sich von den anderen dadurch, daß sie mit keinen Erwartungen an die Behandelten verbunden sind. Rückfälle und der zusätzliche Gebrauch anderer Drogen oder Medikamente führen nicht zum Ausschluß von der Behandlung.

Substitution

Man muß zwischen verschiedenen Drogen unterscheiden, aber jede Droge wirkt direkt am Neuron.

  • Es gibt Drogen, die die Reizweiterleitung unterbinden (Alkohol), in dem sie auf die Myelinhülle wirken.
  • Es gibt Drogen, die den Abstand zwischen dem Ruhemembranpotential und dem Schwellwertpotential verändern.
    So kann eine Gruppe von Neuronen unter Einfluß von Drogen nun schwerer oder leichter synchronisieren. Dies kann im ersteren Fall zu extrem "langsamen" Denkprozessen führen - auch können Assoziationen nur schwer herbeigeführt werden.
    Wenn die einzelnen Assemblies schneller synchronisieren, dann können mehr Gedanken gedacht werden. Leider führt dies auch zu Assoziationen, die "unerwünscht" sind, sodaß man glaubt Zusammenhänge erkennen zu können, die aber nicht real bzw. für andere Menschen existieren (z.B. Verfolgungswahn).
  • Manche Drogen führen zu einer erhöhten oder erniedrigten Neurotransmitterausschüttung an der Synapse (z.B. Ritalin). Dies hat ebenso einen massiven Einfluß auf die Synchronisation.

Natürlich können Drogen nur auf einzelne Areale des Gehirns wirken, d.h., die Drogen beeinflußen modulatorische Kerne, welche dann sehr spezifisch auf unterschiedliche Areale einwirken können und die dortigen Synchronisationsbedingungen beinflussen.

Wie wirken Drogen auf das Gehirn?

Quelle:
http://brain.exp.univie.ac.at/
Allgantworten.html (01-10-26)

 

Übergreifende Prinzipien

Gebrauch wird von sozialen Erfahrungen beeinflußt, Mißbrauch wird auf interne psychische Faktoren, einschließlich psychopathologische Prozesse, deren Wurzeln in der Kindheit liegen zurückgeführt. Verketten sich aber frühere Risikofaktoren genetischer, personaler und sozialökologischer Art und verstärken so ihre Wirkung, und können Protektionsfaktoren dieser Risikokumulation nicht die Waage halten, droht anhaltende Belastung durch Alkohol und Drogengebrauch.

Dem Mißbrauch harter Drogen geht regelmäßig der Gebrauch weniger problematischer Substanzen ("gateway drugs") voraus. Vor deren Konsum steht wiederum der Gebrauch von Alkohol. Dabei spielen auch der Abbau von Hemmungen durch abträgliche soziale Kontakte und auch physiologische Prozesse eine Rolle. Die Minderheit der Konsumenten harter Drogen bleibt häufig nicht bei einer bestimmten Substanz, sondern sie kombinieren z.B. Opiate, Barbituriate und Alkohol.

Diese Verhaltensweisen treten häufig gemeinsam als Problemverhaltenssyndrom auf, ohne daß man sinnvoll sagen könnte, was Anlaß und was Folge war.

Genetische Disposition

Die Frage muß bei psychoaktiven Drogen derzeit unbeantwortet bleiben, es scheint aber hinsichtlich des Alkoholgebrauchs eine genetisch begründete Vulnerabilität gesichert zu sein, die sich vor allem beim Vorliegen ungünstiger Umweltbedingungen äußert. Der vermittelnde Mechanismus könnte eine genetische Disposition zu hohem Stimulationsbedürfnis und niedriger Angstvermeidung sein. Wer sich leicht durch Unbekanntes mitreißen läßt und dabei Furcht nicht kennt, dessen Risiko zu künftigem Alkohol und Drogenmißbrauch ist unvergleichlich höher als bei durchschnittlicher Ausprägung dieser Dimensionen.

Attribute der Person

Probleme mit der Selbsteuerung während der Kindheit spielen eine wichtige Rolle. Zum einen steht das wechselseitige Aufschaukeln von kindlichen Entwicklungsproblemen und inadäquatem Elternverhalten hinter dem Zusammenhang zwischen Kindheit und Jugendverhalten und zum anderen werden Kinder mit Verhaltensproblemen als Jugendliche eher an Gruppen gleichaltriger ähnlichen Hintergrunds geraten, in deren Kontext sie dann die ersten Erfahrungen mit Alkohol und Drogen machen.

Familiäre Risiken

Die Kombination von geringer Konventionalität, wenig Aufsicht und Herausforderung, geringer Einflußnahme und wenig Unterstützung und die Kennzeichnung des häuslichen Milieus durch Desinteresse und Instabilität können Anzeichen für späteren Drogen und Alkoholmißbrauchs darstellen. Inkonsistenz in normativen Anforderungen und Nachlässigkeiten in der Aufsicht sind weitere Besonderheiten einer sich eventuell später negativ auswirkenden Drogen und Alkoholgebrauchs. Unter solchen Umständen werden frühe Vorboten des Umgangs mit problematischen Peergruppen übersehen.

Problematische Peerkontexte

Von Gleichaltrigen ausgehende Einflüsse für kulturell nicht tradierte Substanzen sind stärker als familiäre Risikofaktoren. Die Bildung eines eigenen Verhaltenkodex, der im Sinne eines wechselseitigen Unterstützungssystems emotionale Sicherheit in der Gruppe verleiht und erste Identitätsentwürfe ermöglicht, geschieht dann auf der Basis von Werten, die im Gegensatz zu positiven Entwicklungszielen stehen. Jugendliche suchen Möglichkeiten, ihre beeinträchtigte Selbstachtung zu stabilisieren und gewinnen dadurch Kontakt zu Umfeldern, die Alkohol und Drogengebrauch fördern, wie z.B. Diskotheken und ander jugendtypische Treffpunkte.

Konsequenzen für die psychosoziale Entwicklung

Man muß bei Jugendlichen, deren Konsum von Alkohol und Drogen weiter fortgeschritten ist, über die kurzfristigen Effekte hinaus, mit einer Beschleunigung psychosozialer Übergänge zu Erwachsenenrollen rechnen. Wer in diesem Sinne schneller Verantwortung als Erwachsener übernimmt, kann die Optionen des jugendtypischen Moratoriums für die Ausbildung einer eigenen Identität nicht ausschöpfen und verliert, wenn nicht ein funktionierendes soziales Netzwerk die Belastungen auffängt, an Qualität und Flexibilität der weiteren Entwicklung. Langfristig droht bei Mißbrauch das gänzliche Scheitern in der Bewältigung jugendtypischer Entwicklungsaufgaben. Befördert durch die Schwäche des sozialen Umfeldes können diese Jugendlichen soziale Fertigkeiten, Bewältigungsmechanismen und Entscheidungsstrategien nicht erwerben, die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung sind.

Prävention

Erfolgskriterien für vorbeugende Maßnahmen sind das Hinausschieben, Reduzieren oder Einstellen des Konsums. Versuche den Drogengebrauch junger Leute durch gesetzliche Vorschriften oder soziale Kontrolle zu verhüten waren wenig erfolgreich.

Als Primärprävention wirksam in der Verhütung von Alkohol und Drogengebrauch sind Maßnahmen, welche die Jugendlichen befähigen, den insbesondere von Gleichaltrigen ausgehenden Verlockungen zum Mitmachen zu begegenen. Vermittlung von "life skills", welche das Treffen überlegter Entscheidungen erleichtern, oder das Einfühlungsvermögen in die Lage anderer steigern. Die rechte Zeit für solche Maßnahmen liegt noch vor der Adoleszenz, und muß sich im Prinzip an alle Jugendlichen wenden.

Säkundärpräventiv sind "funktionelle Alternativen", die mit einer geringeren Gefährdung aber vergleichbaren psychosozialen Anregungsgehalts zu beeinträchtigenden Aktivitäten anbieten, um so das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wieder zu gewinnen. Hinzukommen müssen der Aufbau sozialer Kompetenzen sowie Angebote, um die über die Jahre des Mißbrauchs aufgelaufene Defizite in Ausbildung und Beruf zu kompensieren. Die vermeintliche Großzügigkeit solcher Programme ist in der Öffentlichkeit häufig umstritten.

Beim Hineinwachsen in die Erwachsenenrolle unserer Kultur und Gesellschaft muß der verantwortliche Gebrauch und Vermeidung von Mißbrauch die Devise sein. Vor diesem Hintergrund kann die Legalisierung des Gebrauchs bestimmter Drogen in kleinen Mengen gesehen werden, wie sie gegenwärtig diskutiert wird.

Risikofaktoren und
Entwicklungsmechanismen

 

Siehe auch:

Risikofaktoren und Entwicklungsmechanismen für jugendlichen Drogengebrauch und -mißbrauch

Quelle:
Oerter, Rolf & Montada, Leo (Hrsg.) (1995). Entwicklungspsychologie. Weinheim: PVU.

DROGENSITUATION IM UMBRUCH?
Bericht zur Drogensituation 2001 des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesen

Der diesjährige Bericht zur Drogensituation in Österreich zeigt einige Veränderungen und neue Trends auf, die auf einen Generationswechsel in der Drogenszene deuten. Die Veränderung betrifft in erster Linie die vorrangig konsumierten Substanzen. Während unter den älteren Drogenabhängigen weiterhin Opiate (und damit "zumachende" Substanzen) eine zentrale Rolle spielen, besteht bei den Jungen ein deutlicher Trend zu "aufputschende Substanzen" - und dabei vor allem zu Amphetaminen ("Speed") und Kokain ...

Publikation herunterladen: Bericht zur Drogensituation 2001 (steht nicht mehr zur Verfügung)

Der Konsum von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen setzt immer früher ein. Schon im Grundschulalter haben Medikamente mit schmerzstillender oder leistungssteigernder Wirkung große Verbreitung. Im Alter von sieben Jahren gibt es die ersten Probierer von Zigaretten, im Alter von neun die ersten Probierer von Alkohol. Im Alter von zwölf Jahren muß bereits mit fünf Prozent regelmäßigen Alkoholkonsumenten und sieben Prozent regelmäßigen Zigarettenrauchern gerechnet werden. Bei den illegalen Substanzen liegt Cannabis an der Spitze der Entwicklung; der Einstieg erfolgt meist im Alter um die 15 Jahre mit etwa vier Prozent regelmäßigen Nutzern pro Jahrgang. In den letzten Jahren haben auch Designerdrogen mit aufputschender und anregender Wirkung stark an Verbreitung gewonnen; sie erreichen im Alter von 15 Jahren eine Verbreitung von etwa vier Prozent regelmäßiger Nutzung.

Diese Ergebnisse aus Erhebungen und Analysen eines Forschungsteams unter Leitung von Professor Klaus Hurrelmann (Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld) zeigten, daß überwiegend psychische und soziale Motive für den Einstieg in den Drogenkonsum wirksam sind. "Dreh- und Angelpunkt" ist eine Einschränkung des Selbstwertgefühls. Der Hintergrund kann in gestörter Anerkennung in der Familie und in Konflikten mit den Eltern, in schulischen Leistungskrisen, Kontaktproblemen in der Gleichaltrigengruppe und gegenüber dem anderen Geschlecht und in einer unklaren Zukunftsperspektive liegen.

Vorbeugende Strategien müssen unmittelbar auf die soziale und psychische Ausgangslage der Konsumenten Rücksicht nehmen. In Zusammenarbeit mit Schulklassen in Dortmund und Bielefeld wurden von der Bielefelder Gruppe in den letzten Jahren Konzepte für den schulischen Bereich entwickelt. Durch eine betont sachliche Information über legale und illegale psychoaktive Substanzen, die altersangemessen aufgebaut wird, konnte bei den Schülerinnen und Schülern der 5. bis 7. Jahrgänge kritisches Wissen über Drogen und Sucht aufgebaut werden. Sowohl gegenüber Tabak als auch gegenüber Alkohol konnte eine "mentale Distanz" gebildet werden: Die Schülerinnen und Schüler aus den zehn Schulklassen mit einem vorbeugenden Programm zeigten nach zwei Jahren deutlich höhere Ablehnungen des Konsums von Tabak und Alkohol als die Schülerinnen und Schüler aus den Vergleichsklassen, in denen kein Programm durchgeführt wurde.

Ein besonderes Problem für die vorbeugende Arbeit stellen nach den Bielefelder Studien diejenigen Jugendlichen dar, die schon häufig zu legalen und illegalen Drogen greifen. Diese Jugendlichen werden von schulischen Vorbeugeprogrammen nicht mehr angesprochen. In Zusammenarbeit mit mehreren Beratungseinrichtungen in Dortmund, Köln und Bielefeld wurde hierzu eine systematische Bestandsaufnahme vorgenommen. Ergebnis ist, daß auch die Jugendhilfe, Drogenhilfe und psychiatrische Kliniken nur schwer in der Lage sind, die unter 18-jährigen stark Drogengefährdeten zu erreichen. Die Untersuchungen zeigen zugleich, wie schnell es zu einer Verfestigung einer "Drogenkarriere" kommt, wenn nicht frühzeitige Hilfen einsetzen. Die Untersuchung schätzt, daß etwa fünf Prozent aller unter 18-Jährigen in deutschen Großstädten zu dieser Risikogruppe gehören.

Das Team unter der Leitung von Hurrelmann befragte Jugendliche aus dieser Risikogruppe an verschiedenen Szene-Orten in Köln, Dortmund und Bielefeld, die dafür bekannt sind, daß sich dort Drogen konsumierende Jugendliche aufhalten. Die Interviews mit über 165 Jugendlichen zeigen nicht nur einen hohen Zigaretten- und Alkoholkonsum, sondern auch einen gefährlichen Mix von psychoaktiven Arzneimitteln, Cannabis und LSD. "Die viel konsumierenden Jugendlichen haben oft sehr schlechte Beziehungen zu ihren Eltern und erleben zuhause Spannungen und Krisen, haben einen Freundeskreis, der selbst viele legale und illegale Drogen nimmt, schwänzen die Schule, haben schlechte Noten und meist auch ein geringes Selbstvertrauen. Viele von ihnen sind sozial und psychisch labil und ohne festen Halt. Die Straßenszene ist ihr eigentliches Zuhause, hier rutschen sie immer mehr in die Drogenszene hinein. Nur wenn durch sozialpädagogische Fachleute und Drogenhelfer in dieser Phase aufsuchende Beratung angeboten wird, können diese Jugendlichen noch aus einer Drogenkarriere aussteigen," so Hurrelmann.

Die 165 stark suchtgefährdeten Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahre glauben, über genügend Kenntnisse für einen kontrollierten Umgang mit Drogen zu verfügen. Niemand der Befragten nahm eine Drogenberatungsstelle in Anspruch. Nahezu 65 Prozent der suchtgefährdeten Jugendlichen bevorzugte bei Drogenproblemen Ratschläge und Hilfe eines Freundes oder einer Freundin. Professionelle Helferinnen oder Helfer wurden gemieden, aber immerhin 20 Prozent konsultierten einen Arzt.

"Diese Verhaltensweise unterstreicht, daß jugendliche Drogenkonsumenten eine enge Vertrauensbasis benötigen, um über ihre Drogenprobleme reden zu können. Dies spricht dafür, Ärztinnen und Ärzte stärker als bisher in die Beratung einzubeziehen." Professor Hurrelmann und sein Team fordern eine Kooperation von Schule, Gesundheitsamt, Kassenärztlicher Vereinigung, Jugendhilfe und Polizei: "Durch frühzeitiges Eingreifen kann bei suchtgefährdeten Jugendlichen die Entwicklung zu manifester Abhängigkeit unterbrochen werden. Dies würde eine Verringerung der Zahl chronischer Abhängigkeitserkrankungen nach sich ziehen und sich wiederum in einer Verringerung der finanziellen Belastungen für die Gesellschaft in Form sinkender Gesundheits-, Sozial- und Gerichtskosten äußern. So ließen sich beispielsweise Folgekosten durch stationäre Entwöhnungsbehandlungen reduzieren. Am besten wäre es, wenn in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen regelmäßig Ärzte und Jugendfachleute Beratungen abhalten.

Die Drogenkonsumenten werden immer jünger

Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Ein Projekt der Universitäten Bayreuth, Bochum und der TU Clausthal
WWW: http://idw-online.de/
Kontakt-Adresse:
service@idw-online.de

Das Ausmaß seelischer Störungen bei Jugendlichen wird nach Expertenmeinung weitgehend unterschätzt. Unter den 14- bis 17-Jährigen haben bereits 55 Prozent einmal in ihrem Leben unter Depressionen, krankhafter Angst, psychisch bedingten körperlichen Störungen, einer Sucht oder Ess-Störungen gelitten. Dies sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Für die repräsentative Untersuchung waren 1395 junge Leute zwischen 14 und 17 Jahren sowie deren Eltern befragt worden. 

Bei 29 Prozent der Jugendlichen wurde eine Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder Drogen diagnostiziert. Bei 28 Prozent lag nach den Untersuchungsergebnissen eine Angststörung vor, bei 14 Prozent eine Depression und 2 Prozent litten unter Essstörungen. Häufig seien bei den Kindern und Jugendlichen auch mehr als nur eine psychische Störung nachzuweisen gewesen, erklärten die Experten. 

Der Würzburger Psychotherapeut Prof. Gerhardt Nissen riet, den Jugendlichen zunächst "ruhig zuzuhören", ihre Beschwerden weder zu dramatisieren noch zu bagatellisieren, sondern sie zunächst organisch abzuklären zu lassen. Bei extremer Schulangst müsse ein Facharzt den Grund klären. Dies könnten Trennungsangst von der Mutter oder die Angst vor Versagen im Unterricht sein, sagte Nissen. Versuche der Eltern, dem Kind mit Hilfe ärztlicher Atteste aus der Patsche zu helfen, verschleppten das Problem nur, ohne es wirklich zu lösen. 

Psychische Störungen bei Jugendlichen

Quelle:
http://www.rp-online.de/
news/wissenschaft/2001-1121/
psycho.html (01-12-10)

Quellen:

Oerter, Rolf & Montada, Leo (Hrsg.) (1995). Entwicklungspsychologie. Weinheim: PVU.
http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at:4711/
JUGENDPSYCH/JUGENDPSYCHREFERATE96/
Thema9.html (97-04-28); http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at:4711/
JUGENDPSYCH/JUGENDPSYCHREFERATE97/
THEMA10/Thema10.html (97-04-28);
http://wwwm.htwk-leipzig.de/~schweika/Drogenprojekt/
Gruppe3/Ordner1/Kauf3.html (00-04-27)
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~clabudda/drogen/
drogen-texte.html (01-01-28)
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~clabudda/drogen/
politik-arbeiten-1998labudda.html (00-04-29)
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~clabudda/drogen/
politik-arbeiten-1995fromberg.html (00-04-29)
http://62.116.40.181/content/search.asp (01-07-01)
http://www.checkyourdrugs.at/data/substanzen/downer/
ghb/index.html (01-07-01)
http://www.drogenberatung-jj.de/html/xtc_inf.htm (01-07-07)
http://www.checkyourdrugs.at/data/substanzen/
schnueffelstoffe/index.html (01-07-07)
http://www.chill-out.de/LSD25.html (01-07-12)
http://www.bielefeldts.de/skript/s_entw2.html (01-11-17)
http://www.teachersnews.net/news2001/011103_33.htm (01-11-26)
http://www.milazzo.ch/kokain_crack.htm (02-12-31)
Lüscher, C. & Bellone, C. (2008). Cocaine-Evoked Synaptic Plasticity: a Key to Addiction? Nature Neuroscience, 11, 737-738.

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