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Präsentations- und Vortragstechnik: |
nach einem Text von Peter Maas*)
Das menschliche Gehirn ist eine wundervolle Sache. Es arbeitet bereits vor der Geburt, funktioniert im Wachen und im Schlafen bis zum Tode, und es hört nur dann auf zu arbeiten, wenn man gebeten wird aufzustehen und ein paar Worte zu sagen.
Siehe auch |
Parallele InformationsverarbeitungUnser Gehirn ist - im Gegensatz zu den meisten Computern - in der Lage, Millionen von Funktionen unabhängig und gleichzeitig auszuführen. Leider schöpfen nicht viele diese Potentiale des Gehirns aus. Die meisten Menschen können zum Beispiel während eines Gespräches nur zuhören oder über einen Gedanken nachdenken, der durch die Rede des Partners ausgelöst wurde. Um die Möglichkeiten unseres Gehirns auszuschöpfen, bedarf es des Trainings. Zur systematischen Verbesserung der parallelen Informationsverarbeitung bieten sich folgende Mehrfachaufgaben an. Für diese Aufgabe benötigen Sie keine Hilfsmittel, nur ein wenig Selbstkontrolle und Wille: "Simulationsdolmetscher" Und zum Abschluß noch zwei motorische Übungen: Versuchen Sie, während Sie schreiben, mit der linken/rechten Hand auf den Tisch zu klopfen. Die Einübung der Mehrfachaufgaben bieten Ihnen mehrere Vorteile: Sie können sich besser konzentrieren. |
Ein wenig Geschichte:
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Die Rhetorik ist eine von 143 Schriften des Aristoteles. Die Rhetorik war als Lehrschrift für seine Schüler gedacht. Seit dem Auftreten der Sophisten hatte die Redekunst den Makel dem bloßen Schein anstatt der Der Redekunst kommt eine Mittelstellung zwischen Dialektik und praktischer Philosophie zu. Die Rhetorik ist keine abgegrenzte Wissenschaft sondern in ihrer Anwendung und dem Nutzen nach unbegrenzt. In der Rhetorik wird nicht nur den formallogischen Argumentationen und rhetorischen Kniffen, sondern auch der Zuhörerpsychologie große Aufmerksamkeit eingeräumt. Vollendete Rhetorik ist durch Sachverstand über das behandelte Thema, moralische Vollkommenheit des Redners und das Wohlwollen des Zuhörers gekennzeichnet. Zentrale Argumentationsform ist das Enthymem, ein rhetorischer Beweis und eine Art Syllogismus. Beim Enthymem wird vom Allgemeinen auf das Besondere geschlossen. Dafür wird dem Redner eine Vielzahl von Topoi - allgemein anwendbaren Gedanken - zur Verfügung gestellt. Im Detail: Aristoteles Rhetorik |
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Häufige Fehler beim Vortrag
Quelle:
http://www-ea.inf.ethz.ch/ lv/ipe/student_projects/99/ vortragstechnik/Gruppe7/ Resultat/fehler.htm
Siehe auch |
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Das Pathos: Zur Rhetorik der AffekteQuelle:
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Zum überzeugenden Reden gehört in der Regel nicht allein die sachliche Beweisführung. Diese Erkenntnis haben sich die Rhetoriker spätestens seit Aristoteles zu eigen gemacht, indem sie neben ethos und logos der gezielten Erregung von Affekten (pathos) eine zentrale Rolle im Überzeugungsprozeß zuwiesen. Dieser Unterscheidung liegt die alte platonische Dreiteilung des psychischen Geschehens in Denken, Fühlen und Wollen zugrunde. Ähnlich verfährt die moderne Sozialpsychologie, die den Einstellungsbegriff in drei konstituierende Komponenten differenziert: Affekt, Kognition, Verhalten. Um so erstaunlicher, daß die moderne Rhetorik sich mit der Argumentationstheorie fast ausschließlich dem Bereich Logos widmet. Selbstdarstellung und Affekterregung werden zwar immer wieder nachdrücklich als weitere wichtige Teile benannt, doch bei der Benennung bleibt es dann auch. In der modernen sprechwissenschaftlich orientierten Rhetorik liegen nach meiner Kenntnis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Methoden für die pragmatische Analyse der, als doch so wichtig benannten Affekte vor. Immer noch versuchen Schüler verzweifelt, z. B. Hitlers Wirkung als Redner durch Figuren der elocutio zu erklären und müssen dabei kläglich scheitern. Dabei liegt es auf der Hand, daß rhetorische Figuren zwar den Affekt begleiten und verstärken können, daß eine bloße Anreicherung der Rede mit Figuren jedoch noch lange nicht einen starken Affekt im Sinne von pathos im Hörer auslöst. Im Bereich actio kann eine Sprechausdrucksanalyse intonatorische Merkmale eines im Affekt begriffenen Sprechers beschreiben. Durch die Anwendung dieser Mittel lassen sich sicherlich auch Stimmungen produzieren, wenn z. B. ein Sprecher unterschiedlich intoniert aus dem Telefonbuch vor liest. Doch ist durch Intonation allein noch lange kein Affekt beim Hörer zu erzielen. Denn beim pathos "als Überzeugungsgrund (geht es) nicht um die Weise des Ausdrucks subjektiven Erlebens des Redners, sondern um die des topisch bestimmbaren Eindrucks des Hörers. Affekte, die zur Überzeugung beitragen, sind nicht so sehr Ausdrucksphänomene von Sprechern, sondern Reaktionsweisen von Rezipienten". Affekte sind nach Aristoteles "solche Regungen des Gemüts, durch die Menschen sich (... ) hinsichtlich der Urteile unterscheiden und die von Lust/Unlust begleitet sind," d. h. Affekte sind mehr als intonatorisch (Bühler: Ausdrucksfunktion) oder durch ornatus (Bühler: Darstellungsfunktion) erzeugte Stimmungen, wie sie z. B. in der Rezitation vorliegen. Affekte disponieren Zuhörer vor Gericht, in der Politik oder anderorts, Entscheidungen zu treffen, Handlungen zu tun oder zu unterlassen.
Aristoteles ging es nicht um eine umfassende Psychologie menschlicher Gefühle, sondern um eine pragmatische Funktionsbeschreibung des Affektes, als konstitutierendem Faktor menschlicher Meinungsbildung. Wie aber lassen sich über Figurenlehre und "Spreche" und damit über elocutio und actio hinaus Affekte rhetorisch analysieren und ggf. erzeugen? Die Antwort auf diese Fragen findet sich in dem hier zitierten Artikel von Ulrich Ulonska: |
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*) Entstanden unter Verwendung von: http://www.maas-training.de/maas/DOKU_4.EXE (01-01-27) Die Erlaubnis des Autors liegt vor. Weitere Quellen: http://st1hobel.phl.univie.ac.at/~brunn/phil/Aristoteles.html (01-06-30) |
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