Bewerbung: Hinweise zum Verfassen eines Lebenslaufs
Eine besonders wichtiger Teil eines persönlichen Portfolios ist der Lebenslauf, den man bei Bewerbungen vorlegen muss. Der Lebenslauf oder auch manchmal kurz CV (Curriculum vitae - lat. "Lauf des Lebens") genannt, soll einem zukünftigen Arbeitsgeber einen guten Eindruck über vermitteln. Am besten versetzt man sich einmal in die Lage eines Personalchefs. Dieser muß sich unter Umständen zu einer Stellenausschreibung einige zehn oder sogar hundert Bewerbungen ansehen oder manchmal seine Sekretärin. Um hier punkten zu können, sollte man den Lebenslauf wie auch das Bewerbungsschreiben so verfassen, dass alle wichtigen Punkte (besondere Merkmale) sofort herausstechen. Hierfür eignet sich vor allem ein tabellarischer Lebenslauf. Handschriftliches ist Vergangenheit, denn heutzutage sollte auch der Lebenslauf zumindest mit Schreibmaschine oder besser mit dem Computer geschrieben werden. Handschriftliche Lebensläufe sollten nur nach ausdrücklicher Aufforderung in einer Bewerbungsmappe enthalten sein. Neben dem klassischen tabellarischen Lebenslauf gibt es zwar unzählige andere Formen, wie man seinen Lebensweg darstellen kann, allerdings kann ein "Zuviel" an Kreativität und Individualismus bei der Gestaltung (Farben, Layout, Schriftart usw.) die Aufmerksamkeit weg vom Inhalt auf die Form lenken. Eher sollte man sein Augenmerk verstärkt auf lückenlose Inhalte und formale Richtigkeit legen und vor allem den bisherigen schulischen und beruflichen Werdegang darlegen.
Für einen tabellarischen Lebenslauf stellt man alle Stationen seines Werdegangs so zusammen, dass das Ganze sowohl die Jobeignung als auch die Vertrauenswürdigkeit belegt. Der ideale Bewerber um einen Beruf sollte dem zuständigen Personaler ermöglichen, die Bewerberdaten schnell, mühelos und nach seiner eigenen Methode schnell auswerten zu können, denn er möchte sich rasch ein Bild machen und das Profil zu denen der Mitbewerber in Bezug setzen. Als Bewerber baut man daher sein Datenblatt deshalb so auf, damit es sich wie von selbst überfliegen lässt. Ein Lebenslauf, der überzeugen soll, ist das Ergebnis einer dreifachen Anstrengung:
- Genau überlegte Auswahl der Fakten,
- energisches Zurückstutzen auf das Wesentliche,
- absichtsvoller Aufbau, der die Argumentation wirkungsvoll unterstützt.
Der Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei Seiten Umfang haben, besonders bedeutsame Stationen des Werdegangs können ausführlicher (aber immer stichwortartig!) beschrieben werden. Grundsätzlich gilt, daß Hervorhebungen durch Fettschrift oder Farben nicht übertrieben werden sollten, wobei letztere eher störend wirken können, wenn Sachlichkeit erforderlich ist. Wichtig ist auch eine gut lesbare Schriftart, für Druck eine Serifenschrift (Times), für Online eine serifenlose (Verdana, Arial) und eine gut lesbare Schriftgröße (mindestens 10 bis 12 pt bzw. px). Der Lebenslauf kann chronologisch bzw. umgekehrt chronologisch abgefasst werden. Grundsätzlich gilt aber, dass die wichtigsten Stationen an den Anfang gehören.
Was gehört in einen Lebenslauf?
- Persönliche Daten wie Vor- und Zuname, evtl. Geburtsname, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Familienstand, Religionszugehörigkeit (nur wenn arbeitsplatzbezogen wichtig!) Staatsangehörigkeit (nur bei Ausländern)
- Berufserfahrungen (Arbeitgeber, Positionen, stichwortartige Beschreibungen der Tätigkeiten)
- Weitere praktische Erfahrungen (Praktika, Nebenjobs, Weiterbildungen, Kurse etc.)
- Hochschulstudium (Studiengang, Universität, Abschluss und Abschlussnote, ggf. Schwerpunkte und Thema der Abschlussarbeit)
- Schulbildung (Schultypen, Schulabschluss)
- Besondere Kompetenzen (Fremdsprachen, EDV, Führerschein, andere Qualifikationen)
- In Ausnahmefällen auch Hobbys und andere Interessen
- Sonderinformationen (Auslandsaufenthalte)
Bewerbungsfotos (nur professionelle Fotos, keinesfalls Automatenfotos!) im Lebenslauf selber eher nicht verwenden, sondern auf einem Deckblatt vor dem Lebenslauf befestigen. Schließlich sollte das Bewerbungsportfolio ob nun online oder gedruckt durch alle notwendigen Zeugnisse, Beurteilungen, Zertifikate oder auch Arbeitsproben ergänzt werden. Wichtig ist auch hier die möglichst lückenlose Dokumentation der bisherigen Schul-, Ausbildungs- und Berufsjahre. Die Konsistenz der im Lebenslauf angegebenen Zeiten und Angaben versteht sich von selbst. Auch sollte man seine Tätigkeiten im Lebenslauf auch nicht allzu übertrieben darstellen.
Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind hier natürlich zu vermeiden - daher sollte man seinen Lebenslauf immer von einer sachkundigen Person oder - besser noch - mehreren Personen gegenlesen lassen.
Vielleicht orientieren Sie sich am Schema Europäischer Lebenslauf (Download als .rtf-Datei, 104 KB)
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