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ZitierfehlerFehler bei der Literaturarbeit *)

Es gibt bei Anfängern - aber auch bei Fortgeschrittenen - immer wieder typische Fehler beim wissenschaftlichen Arbeiten mit Literatur, die vermieden werden sollten, die sowohl die Erarbeitung als auch die Verwendung betreffen.


Fehler beim Zitieren

Hinweis: Diese Darstellung richtet sich in erster Linie an StudentInnen der Übungen und Seminare des Autors dieser Arbeitsblätter, sodass zu beachten ist, dass bei anderen LehrveranstaltungsleiterInnen und an anderen Universitäten davon abweichende Richtlinien gelten können.

Als Betreuer von StudentInnen bei der Erstellung von wissenschaftliche Arbeiten findet man immer wieder Fehler bei Zitation und Quellenangaben. Die folgende Zusammenstellung versammelt einige Texte, die als Rückmeldung in Lehrveranstaltungen gedient haben und gibt zahlreiche Beispiele, in der Hoffnung, dass diese als Vorbild das Verständnis für diese notwendige Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens vergrößern.

Fehler im Text

Bei mehreren AutorInnen nennt man beim ersten Vorkommen sämtliche, in der Folge nennt man nur mehr den ersten/die erste unter Beifügung eines „et al.“ - „et alii“ (lat.) heißt „und andere“.

Beispiel: beim ersten Mal schreibt man (Walster, Walster & Berscheid, 1978, S. 211), beim zweiten Mal (Walster et al., 1978, S. 215).

Alle verwendeten Quellen sind im Text und am Ende unter „Verwendete Literatur“ gemäß den Richtlinien zu zitieren.

Quellenangaben gehören zum Satz dazu und stehen daher VOR dem Punkt bzw. Satzzeichen.

Wörtliche Zitate sind unter Anführungszeichen zu setzen und benötigen eine genaue Seitenangabe (bei mehreren Seiten entweder f oder ff verwenden - OHNE Punkt), sinngemäße Zitate erfordern ein „vgl.“ und wenn möglich auch eine Seitenangabe.

Zitieren Sie bei Sammelwerken nicht den/die Herausgeber, sondern die AutorInnen der jeweiligen Kapitel (siehe die Beispiele).

Tabellen haben Überschriften, Abbildungen Unterschriften - sowohl Abbildungen als auch Tabellen müssen für sich genommen „lesbar“ sein, d.h. es muss neben einem aussagekräftigen Titel auch eine Legende mit Erklärungen vorhanden sein.

Zitierung ist innerhalb einer Arbeit nicht einheitlich und nicht gemäß den Richtlinien, fehlende oder falsche Satzzeichen (siehe dazu auch die Beispiele)

Bei Internetquellen fehlt das Datum des Downloads.

Zum Üben und Erkennen eine Gegenüberstellung von typischen Fehlern und der richtigen Zitierweise:

FALSCH: (…) eine Lebensunfähigkeit (vgl. Haushahn 1996, S.123).
RICHTIG: (…) eine Lebensunfähigkeit (vgl. Haushahn, 1996, S. 123).

FALSCH: (…) Lesekompetenz von Jugendlichen erhöht (vgl. SCHNEIDER/ENNEMOSER/REINSCH 1999, S. 58).
RICHTIG: (…) Lesekompetenz von Jugendlichen erhöht (vgl. Schneider, Ennemoser & Reinsch, 1999, S. 58). 

FALSCH: (…) von männlichen Jugendlichen begangen (vgl. Montada, S. 862 f).
RICHTIG: (…) von männlichen Jugendlichen begangen (vgl. Montada 2002, S. 862 f). 

FALSCH: (…) bestimmte Störungen häufiger auf. (vgl. Müller, H.R.M., 1976, S.80)
RICHTIG: (…) bestimmte Störungen häufiger auf (vgl. Müller 1976, S. 80).

FALSCH: (…) Respekt und Vertrauen. (vgl.http://psychologie.fernuni-hagen.de/pdf/Stufenbuch.pdf)
RICHTIG: (…) Respekt und Vertrauen (Lind, 2004).
Dann im Literaturverzeichnis:
Lind, G. (2004). Die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion (KMDD) - Ziele, Aktivitäten, Ablauf. WWW: http://www.uni-konstanz.de/ag-moral/moral/dildisk-d.htm (05-12-24).

FALSCH: (…) Meinungen laufend ändern (Siegfried Preiser 2002, S. 881).
RICHTIG: (…) Meinungen laufend ändern (Preiser, 2002, S. 881).

FALSCH: "Man vergleicht z.B. die durchschnittliche Körpergröße von 14-jährigen Jugendlichen, die 1890, 1920 und 1980 geboren wurden.“ (vgl. EWERT 1983, S.70)
RICHTIG: "Man vergleicht z.B. die durchschnittliche Körpergröße von 14-jährigen Jugendlichen, die 1890, 1920 und 1980 geboren wurden“ (Ewert, 1983, S.70).

FALSCH: "Konflikt, das gleichzeitige Bestehen oder Anlaufen von mindestens zwei Verhaltenstendenzen“
(Hofstätter 1957, Dorsch Psychologisches Wörterbuch, S. 450)
RICHTIG: "Konflikt, das gleichzeitige Bestehen oder Anlaufen von mindestens zwei Verhaltenstendenzen …“ (Hofstätter, 1957, S. 450).

Fehler im Literaturverzeichnis

Üblicherweise schreibt man Vornamen im Literaturverzeichnis nicht aus, allerdings ist das kein gravierender Fehler und erleichtert dem Leser u.U. die Feststellung des Geschlechts. Keinesfalls wird jedoch in der Quellenangabe (siehe oben) der Vorname verwendet. Auch die Verwendung von Blockschrift für die Nachnamen ist in der Aera nach der Schreibmaschine und damit verfassten Manuskripten nicht mehr angebracht. In jedem Falls ist aber sowohl innherhalb einer Arbeit einheitlich zu zitieren.

FALSCH: HAUSHAHN, H.(1996): Jugendalkoholismus. Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH
RICHTIG: Haushahn, H. (1996). Jugendalkoholismus. Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.

FALSCH: Dannigkeit, N.; Köster, G., Tuschen-Caffier, B. (2002). Prävention von Essstörungen – Ein Trainingsprogramm für Schulen. In: Röhrle, B. (Hrsg.): Prävention und Gesundheitsförderung Bd. II. Fortschritte der Gemeindepsychologie und Gesundheitsförderung. Tübingen: dgvt-Verlag.
RICHTIG: Dannigkeit, N., Köster, G. & Tuschen-Caffier, B. (2002). Prävention von Essstörungen – Ein Trainingsprogramm für Schulen. In B. Röhrle (Hrsg.), Prävention und Gesundheitsförderung Bd. II. Fortschritte der Gemeindepsychologie und Gesundheitsförderung (S. 123-152). Tübingen: dgvt-Verlag.

FALSCH: KUCKUK KURT. (1978): Motivation durch Medien. In: G. K. Hildebrand (Hrsg.), Medien – Dimensionen und Themen. Medien in Wissenschaft und Bildung Band 4. Trier: Spee. S.40–60.
RICHTIG: Kuckuk, K. (1978). Motivation durch Medien. In G. K. Hildebrand (Hrsg.), Medien – Dimensionen und Themen. Medien in Wissenschaft und Bildung Band 4 (S. 40–60). Trier: Spee.

FALSCH: Bierhoff, Hans-Werner/Wagner, Ulrich: Aggression: Definition, Theorie und Themen. In Bierhoff, Hans-Werner/Wagner, Ulrich (1998), Aggression und Gewalt. Phänomene, Ursachen und Interventionen (S. 2-26). Stuttgart, Berlin und Köln: Kohlhammer
RICHTIG:
Bierhoff, H.-W. & Wagner, U. (1998). Aggression: Definition, Theorie und Themen. In H.-W. Bierhoff & U. Wagner (Hrsg.), Aggression und Gewalt. Phänomene, Ursachen und Interventionen (S. 2-26). Stuttgart, Berlin und Köln: Kohlhammer.

FALSCH: Text Oerter Rolf, Dreher Eva: Kapitel 7, Jugendalter, Seiten 310 ff.
RICHTIG:
Oerter, R. & Dreher, E. (2002). Jugendalter. In R. Oerter & L. Montada (Hrsg.), Entwicklungspsychologie (S. 258-318). Weinheim: Beltz.

FALSCH: Naudascher, Brigitte : Die Gleichaltrigen als Erzieher: Fakten – Theorien – Konsequenzen – zur Peer-Group-Forschung. von Brigitte Naudascher . - 1. Aufl. . - Bad Heilbrunn, Obb.  : Klinkhardt , 1977 . - 136 S. . - 3-7815-0332-1 kart.
RICHTIG: Naudascher, B. (1977). Die Gleichaltrigen als Erzieher: Fakten – Theorien – Konsequenzen –  zur Peer-Group-Forschung. Bad Heilbrunn, Obb.: Klinkhardt.

FALSCH: Weinacht, Paul-Ludwig - Wege aus der Parteienverdrossenheit; Ergon Verlag, Würzburg 1994
RICHTIG: Weinacht, P.-L. (1994). Wege aus der Parteienverdrossenheit. Würzburg: Ergon Verlag.

Einige Beispiele für richtige Quellenangaben in "Verwendete Literatur“:

Hofstätter, P. R. (1957). Konflikt. In H. Häcker & K. H. Stapf (Hrsg.), Dorsch Psychologisches Wörterbuch (S. 450). Bern: Huber.

Hehlmann, W. (1971). Wörterbuch der Pädagogik. Stuttgart: Alfred Kröner.

Dummer-Smoch, L. (2002). Legasthenie – kurz gefasst für Eltern und Lehrer.
Online im Internet: http://www.ditt-online.org/German/Dummer-Smoch.htm (05-04-13).

Ohne Autor (2005). Clique. WWW: http://de.wikipedia.org/wiki/Clique (05-04-13).

Götz, K. & Häfner, P. (1992). Didaktische Organisation von Lehr- und Lernprozessen. Weinheim: Deutscher Studienverlag.

Fuchs-Heinritz, W., Lautmann, R., Rammstedt, O. & Wienold, H. (1994). Lexikon der Soziologie. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Quellen und Literatur

Die einleitende Zusammenstellung von Fehlern ist die Adaptation eines Textes von Sönke Hundt: http://didaktik.cs.uni-potsdam.de/Lehre/WissArbeitenHinweise/Hundt.htm (01-01-22)

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