Arbeitszeit, Zeitplanung und Zeitmanagement bei StudentInnen
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben,
sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Seneca
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Quelle:
Hitchhiker Lernen im Studium WWW: http://third.informatik.uni-kl.de/ ~hh/node7.html (99-07-07) Sehr empfehlenswert sind die webpages von
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Mit der Möglichkeit, den Tagesablauf frei einteilen und planen
zu können, fällt einem als Student ein Geschenk zu, von dem viele
andere, die in feste Arbeitszeiten eingebunden sind, nur träumen können.
Diese Freiheit hat aber zwei Gesichter: Sie ermöglicht die freie Entscheidung
darüber, wie man die Arbeitszeit plaziert. Man kann also die Zeit
nicht nur frei einteilen, sondern man muß es eben auch! Und angesichts
einer Fülle von Ablenkungen und angesichts der Gefahr, mangelnde Leistungen
mit nicht studienbezogenen Aktivitäten entschuldigen zu können,
seine Zeit selbstverantwortlich frei einzuteilen, das ist schwer! Die häufigsten
Mängel und Belastungen, mit denen Studenten in ihrem Arbeitsverhalten
und ihrer Zeiteinteilung zu kämpfen haben, sind:
Bei der langfristigen Zeitplanung legst man die fernen Ziele fest, zum Beispiel die 1. Diplomprüfung. Die Fernziele sind allerdings soweit entfernt, daß man sie nur über Zwischenziele erreichen kann, die man durch mittelfristige Planungen festlegen muß. Während man langfristigen Ziele in der Regel nur grob zu strukturieren vermag, kannst man über mittelfristigen Ziele schon genauere Angaben machen. Die kurzfristigen Pläne enthalten dann ganz genaue Angaben darüber, welche Aufgaben man in welcher Reihenfolge mit welchem Zeitaufwand angehen will. So erhältst ,am von der Grobzielplanung zur Feinzielplanung eine allmähliche Präzisierung und Konkretisierung der Arbeitsaufgaben und Zeitpläne. Dieses stepwise refinement bringt eine Reihe von Vorteilen:
Man muß daher die einzelnen Tätigkeiten nach ihrem Schwierigkeitsgrad bzw. nach dem Konzentrationsbedarf gewichten. Zum Beispiel fällt es schwer, ganz neuen Stoff zu verstehen, während es nur wenig Konzentration benötigt, eine Vorlesungsmitschrift zu lochen und einzuheften. Man sollte immer die anspruchsvollsten Tätigkeiten ausführen, die man zum jeweiligen Zeitpunkt schaffen kann. Man muß daher die Tätigkeiten sinnvoll über den Tag verteilen. Zum Beispiel wäre es angesichts obiger Wachheitskurve töricht, zwischen neun und zwölf Uhr morgens stur in der Bibliothek Bücher zu suchen, dafür ist später noch Zeit; statt dessen sollte man ein Leistungshoch für die anspruchsvollsten Tätigkeiten des Tages nutzen. Natürlich können diese Zeiten individuell sehr unterschiedliche
sein, man denke nur an den "Morgenmensch" und den "Abendmensch". Hier empfiehlt
sich, eine Selbstbeobachtung durchzuführen und den täglichen
Lernstoff in Übereinstimmung mit der Leistungsfähigkeit zu organisieren.
Dazu muß man sich natürlich über den persönlichen
Tagesrhythmus klar werden, manche haben ihre Hochphase vormittags oder
nachmittags, manche abends oder gar nachts, was aber eher die Ausnahme
ist. Die Tiefphasen sind auch gut für Pausen geeignet. Siehe dazu Hier ein paar Tipps, die allerdings nicht für jeden in gleichem Ausmaß hilfreich sein werden:
Zur Bewertung der Zeitplanung sind folgenden Fragen nützlich:
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Leistungssteigerung durch PausenQuelle: |
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Praktischer Tipp: StudentInnen sollten für ihr Studium eine Art Jobmentalität entwickeln, d .h., ihr Studium wie eine Berufstätigkeit zu organisieren, denn das hilft dabei, eine klare Trennung von Arbeits-, Alltags- und Freizeitphasen zu finden! |
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Lebensbalance und subjektives Wohlbefinden |
Gröpel (2003, Universität Osnabrück) untersuchte die
Bedeutung der Lebensbalance für das subjektive Wohlbefinden. Der Begriff
"Lebensbalance" stammt ursprünglich von der Konzeption des ganzheitlichen
Zeitmanagements (Seiwert, 1992, 2000), bei der es um die subjektive Angemessenheit
der Zeitaufwendung für die wichtigsten Lebensbereiche (Leistung/Beruf,
Kontakt/Familie, Körper/Gesundheit, Sinn) geht. Die in dieser Konzeption
vermuteten Zusammenhänge der Lebensbalance mit dem Wohlbefinden und
Stress wurden bislang empirisch nicht überprüft. Ziel der Studie
war es, die postulierten Zusammenhänge zu überprüfen, und
zu untersuchen, welche Rolle persönlichkeitsrelevanten Selbststeuerungsfunktionen
(z.B. Selbstmotivierung, Selbstzugang) dabei zukommt.
67 Studierende der Universität Osnabrück nahmen an der Untersuchung teil. Lebensbalance wurde mit der "Lebensbalance Checkliste" und dem "Lebensbalance Fragebogen" erhoben. Zur Messung des subjektiven Wohlbefindens (SWB) wurden die "Satisfaction with Life Scale" (Diener et al., 1985), der "Befindlichkeitsfragebogen" (Kuhl & Kazén, 1998) und die "Well-Being Scale" (WBS-5; Bonsignore et. al, 2001) benutzt. Selbststeuerung und Stress wurden mit dem "Selbststeuerungsinventar" (SSI K; Kuhl & Fuhrmann, 1998) gemessen. Wie erwartet ließ sich eine positive Beziehung zwischen Lebensbalance und SWB nachweisen, die allerdings nur für die affektive Komponente des Wohlbefindens signifikant war. Eine negative Korrelation wurde weiterhin zwischen Lebensbalance und Alltagsstress festgestellt. Darüber hinaus wiesen die Daten auf einen Zusammenhang mit dem Selbstzugang und der Handlungsbahnung hin. |
Eine Liste von für StudentInnen typischen Zeitfressern: |
Emails |
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| Quellen
Metzig, W. & Schuster, M. (1993). Lernen zu Lernen. Berlin: Springer. https://www.beratung-therapie.de/leistungsproblematik/zeitmanagement/zeitmanagement.html
(01-01-30)
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