Spezielle Mnemotechniken

NEU: Seit Beginn 2005 steht den BesucherInnen auch ein
FORUM zu Fragen des Lernens und der Lerntechnik zur Verfügung, in dem einschlägige Methoden und Probleme diskutiert werden können.

Alle diese im Folgenden beschriebenen speziellen Mnemotechniken, die auch heutzutage marktschreierisch in von Gedächtnisgurus veranstalteten Seminaren einem meist verblüfften Publikum präsentiert werden (siehe hierzu das Beispiel MAXI BRAIN), funktionieren ohne permanente Übung nur sehr kurzfristig. So schnell sich der "Lernerfolg" dank solcher Gedankenkinos auch einstellt, es bleibt die Schwierigkeit des Transfers ins Langzeitgedächtnis, wozu letztlich nur diszipliniertes Üben einen Beitrag leisten kann, wobei zwei bis drei Wochen tägliches Training oft ausreichen, um einmal die Technik sicher zu beherrschen. Danach ist ständige Anwendung gefordert. Diese Gedächtnisgurus überraschen ihr Publikum mit ihren eigenen Merkfähigkeiten ja deshalb, da sie diese Techniken beinahe täglich präsentieren. Hier findet sich ein ähnlicher Effekt wie bei LehrerInnen, die nicht auf Grund ihres Studiums ein so großes Wissen besitzen, sondern da sie dieses täglich ihren SchülerInnen präsentieren müssen.

Die Forum-Romanum-Methode

Die Forum-Romanum-Methode ist direkt von der antiken Tradition abgeleitet und ist eine der Denkmethoden, die besonders viele Freiheiten lassen. Nur das Grundprinzip ist vorgegeben, die tatsächliche Ausführung kann beliebig dem Bedarf und dem Geschmack angepasst werden.

Zunächst ist es völlig egal, was Sie als Merkplätze benutzen. Das können Gegenstände im heimischen Wohnzimmer sein oder in der Lieblingskneipe. Es kann genausogut die Abfolge verflossener Freundinnen oder Freunde sein oder was immer sonst man sich vorstellen möchte. Vielleicht denken Sie an markante Orte in Ihrer Straße, etwa eine beschädigte Laterne, einen Briefkasten oder eine Bushaltestelle. Oder Sie wählen sich zehn markante Stellen in ihrer Wohnung aus, die eine natürliche Reihenfolge ergeben, etwa indem Sie sich vorstellen, vom Eingang über den Flur in die Küche zu gehen und so weiter.

Allgemein gilt: Wählen Sie Orte oder Gegenstände, die Sie gut kennen, und die nicht veränderlich sind. Für ganz kurzfristige Einsätze ist es dagegen noch einfacher, Gegenstände zu wählen, die man unmittelbar vor Augen sieht.

Die Methode der Orte eignet sich auch gut, um sich die Posten etwa einer Einkaufsliste zu merken. Denken Sie an die Gegenstände, die Sie kaufen wollen und platzieren Sie diese an ausgewählten Stellen in Ihrer Wohnung. Zum Beispiel ragt die Salami, die Sie kaufen wollen, aus Ihrem Briefkasten heraus und lockt damit den Hund des Nachbarn an. Der Kohlkopf, den Sie besorgen wollen, blockiert den Zugang zu ihrer Küche usw. Je phantasievoller und extremer die Bilder sind, die Sie in ihrem Kopf erzeugen, desto besser können Sie die Dinge behalten, die Sie kaufen wollen.

In der Praxis benutzt man die Methode beispielsweise, um gerade entwickelte Gedanken ohne Blick aufs Papier in einer Gesprächsrunde äußern zu können. Während ein anderer spricht, knüpft man seine Gegenargumente an Gegenstände auf dem Tisch (Aschenbecher, auffällige Krawatte, Bierglas, Feuerzeug etc.) oder an die gegenüber sitzenden Personen. Sie werden feststellen, dass es auf viele Menschen sehr beeindruckend wirkt, wenn man spontan, ohne Stift und Papier und in freier Rede systematisch Argumente aufzählen kann, ohne sich zu verzetteln.

Gut eignen sich als Anker für längere zu lernende Listen auch Straßenbahn- oder Busstationen! Siehe dazu aus der Reihe "Benjamins & Werners Lerntipps" Schick den Lernstoff auf Reisen …

Ein Video des P.M. Magazins zeigt anschaulich die Loci-Methode, mit der man sich nach einiger Übung zehn, zwanzig oder mehr Begriffe in der richtigen Reihenfolge merken kann:


[Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=mWOGxue8Q7k]

 

Telefonnummern und Zahlen merken

Nummernspeicher in elektronischen Geräten (Telefon und Mobiltelefon, automatisches Speichern von Kennziffern am Computer, Notepad) führen dazu, dass man sich immer weniger Zahlen merken muss. Damit verliert man die Übung, sich Zahlen und Daten einzuprägen. Aber es gibt Situationen, in denen man auf solche externen Speicher verzichten muss bzw. es ist in der Regel meist auch einfacher, z.B. eine Telefonnummer oder einen Bankomatcode ohne Hilfe einzugeben. Es gibt eine Reihe von Tricks, sich Zahlen und Daten einfach einzuprägen. So kann man längere Zahlen in Gruppen (chunks) bündeln und ihnen einen Rhythmus geben. Man kann auch Zahlen miteinander verknüpfen, etwa durch Regelmäßigkeiten, Quersummen, auf- oder absteigende Reihen etc. Auch kann man nach Verknüpfungen mit anderen Zahlen oder Daten suchen, die schon fest eingeprägt sind - so beginnt die neue Telefonnummer des Sohnes des Autors mit 01815 ..., sodass man nur mehr wissen muss, dass diese Stadt die Vorwahl 01 hat und schon hat man mit dem bekannten "0815" und der Vorwahl diese Zahl eingeordnet.

Um sich Zahlen - wie etwa Telefonnummern - zu merken, bietet sich des Weiteren auch eine Übersetzung der Zahlen in Begriffe an, unter denen man sich mehr vorstellen kann. Um die Zahl-Wort-Verknüpfungen einfacher zu behalten, wurden Begriffe gewählt, die sich mit den entsprechenden Zahlen reimen:

Nun lassen sich komplizierte mehrstellige Zahlen behalten, indem man aus den Worten eine Geschichte bastelt. Die folgende Telefonnummer aus Frankfurt 069/109458 könnte man zum Beispiel mit folgender Geschichte behalten:

"Der Schnuller (0) ist bekleckst (6) und liegt in der Scheune (9). Der Vater schimpft: Heinz (1), du sollst den Schnuller (0) nicht immer mit in die Scheune (9) nehmen. Vor Aufregung fällt dem Vater das Bier (4) runter und bekleckst seine Strümpfe (5) und seine Tracht (8)."

Wenn Sie sich diese Telefonnummer mit dieser Geschichte nicht behalten konnten, dann liegt das vielleicht daran, dass die Wirkung viel besser ist, wenn man sich seine eigene Geschichte ausdenkt.

Wenn Ihnen Geschichten mit den gereimten Worten aus der obigen Liste zu langweilig werden, können Sie sich die Zahlen auch bildlich vorstellen und diese Bilder wiederum zu einer Geschichte verknüpfen: Zum Beispiel stellen Sie sich für "eins" eine Kerze oder einen Turm vor oder für "zwei" einen Schwan.

Bei Telefonnummern kann man die Ziffern auch in kleinen Gruppen zusammenfassen und daraus eine Summe bilden. Oft hilft es auch, die Telefonnummer wie ein Geburtsdatum in Tag, Monat und Jahr aufzuteilen.

Eine weitere Alternative ist die folgende Übersetzung der Zahlen:

0 = Ei
1 = Einhorn
2 = Zwillinge
3 = Dreirad
4 = Stuhl (mit vier Beinen)
5 = Hand (mit fünf Fingern)
6 = Würfel (mit sechs Seiten)
7 = Siebenschläfer
8 = Sanduhr
9 = Kegelspiel

Statt sich eine Geschichte aus den Worten auszudenken, können Sie auch wieder die Methode der Orte anwenden. Sie verknüpfen die entsprechenden Worte der übersetzten Telefonnummer in der richtigen Reihenfolge mit markanten Orten in Ihrer Straße oder Wohnung.

Siehe dazu auch den Artikel
Stangl, Werner (2006). Mnemotechnik (S. 89-100). In Mandl, H. & Friedrich, F. (Hrsg.), Handbuch Lernstrategien. Göttingen: Hogrefe.

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Major Mthode

In diesem Artikel findet sich auch die Zahlenreihe-Methode, bei der jeder Ziffer eine Gruppe von Konsonanten zugewiese werden (Code), die dann mit geeigneten Vokalen zu einem Wort oder einer Wortgruppe verbunden werden, die ihrerseits etwa mit einer Person oder einer Sache verknüpft werden. Mithilfe des durch systematisches Üben und ständiges Wiederholen erlernten Codes lässt sich nun jede beliebige Zahl in ein Wort, und jedes Wort in eine Zahl umwandeln. Verwandt ist diese Methode mit der Übersetzung von Zahlen in Begriffe. Diese Methode ermöglicht mit Hilfe von einmal fixierten Zahl-Wort-Verknüpfungen, vor allem komplizierte mehrstellige Zahlen im Gedächtnis zu behalten, wobei meist aus den zur Einprägung benötigten Worten eine fortlaufende Geschichte konstruiert wird.

Diese auch Major-System genannte Methode, die von vielen Gedächtniskünstlern eingesetzt wird, ist eine Kombination aus Zahlen- und Begriffssystem, das Mitte des 17. Jahrhunderts von Stanislaus Mink von Wennsheim entwickelt worden war. Basis ist etwa das folgende Ziffern-Laut-Schema, aus dem man die Ankerwörter (in der Regel markante Substantiva) gebildet werden, wobei die Vokale frei sind. Nicht verwendet werden auch der Hauchlaut h und die seltenen Konsonanten q, x, und y. Verdoppelungen werden als einfache Konsonanten betrachtet, da Mnemotechniker vom Gesprochenen ausgehen und nicht von der Schreibung. Mit dem Major System kann man große Mengen von Informationen, oder Begriffen im Gedächtnis verankern, wobei sich das Gelernte sich einfach ordnen, gliedern und wiedergeben lässt.

So verschlüsselt man etwa die Zahl 17 mit den Wörtern "Tag" oder „Dogge“, die Ziffernfolge 07 mit "Sack" oder „Zug“ bzw. die Zahl 28 mit "Föhn" oder „Fahne“.

Das Major System wird manchmal auch oft phonetisches System, Master System oder mnemonisch-phonetisches System genannt.

Die Hand als Mnemotechnisches Hilfsmittel

Der neapolitanische Mönch Marafioti bediente sich in seiner Schrift "De arte reminiscentiae" aus dem Jahr 1603 der Anatomie der Hand, um diese für eine von ihm entwickelte Symbolik zu setzen, die er einzeln mit einem System bildnerischer Darstellungen und Figurationen belegte und miteinander kombinierte. Er entwickelte dieses System, um umfangreiches Wissen in diesen Strukturen darzustellen und zu vermitteln. Neben der Komplexität und Dynamik war das Besondere seiner Ordnung der Versuch der Darstellung eines Gesamtkonzeptes strukturierten Wissens, eines Kosmos mit allen darin enthaltenen himmlischen und irdischen Dingen. Dabei bildete die anatomisch vorgegebene Gliederung der Hand mit ihrer Innen- und Außenseite die Grundlage seiner Methode. Indem Marafioti alle Fingerglieder durchnummeriert, definiert er unter Einbeziehung des Handballens, dem er vier Orte zuordnete, 23 Plätze der Innenhand. Da sich dieselbe Anzahl an der Außenhand befindet, ergaben sich 92 spezielle Orte, die am äußersten Glied des Daumens beginnend über die Handballen in Schlangenform den Fingergliedern entland die Hand durchlaufend am letzten Glied des kleinen Fingers enden. An der Außenseite der Hand geht der Weg umgekehrt vom kleinen Finger bis zum Daumen. Diese Grundstruktur kann, wenn sie mit fest zugeordneten Symbolen einmal erlernt worden ist, beliebig etwa in Form der klassischen Locitechnik angewendet werden. Übrigens findet sich im Zusammenhang mit der chinesischen Medizin ein ähnliches an den Gliedern der Hand orientiertes mnemotechnisches Modell.

Siehe auch Namen merken

Spezielle Tricks für besondere Gelegenheiten

Beim Kofferpacken nichts vergessen.

Kofferpacken ist auch ein Kinderspiel, das man mit einer Kindergruppe aber auch mit Erwachsenen spielen kann. Die TeilnehmerInnen müssen dabei nacheinander vom Einpacken eines Koffers berichten, wobei alle bisher genannten Gegenstände lückenlos aufgezählt werden müssen und am Ende der Liste ein weiterer, eigener Gegenstand hinzugefügt werden muss. Die TeilnehmerInnen wählen eine Person, die die Geschichte beginnt. Diese spricht: "Ich packe meinen Koffer ein und lege hinein ***". Der nächste Mitspieler im Uhrzeigersinn wiederholt den gesamten Satz seines Vorgängers und fügt jeweils einen eigenen Gegenstand hinzu. Bei Auslassung oder Nichteinhaltung der originalen Reihenfolge sind folgende Varianten bekannt:

Wenn Sie einen Koffer packen, dann vergessen Sie bestimmt weniger, wenn Sie sich vor Ihrem geistigen Auge anziehen und die Dinge so in den Koffer legen, wie Sie sie auch anziehen werden. Dann ist von der Unterhose bis zur Pudelmütze garantiert alles dabei.

Himmelsrichtungen immer parat

Haben Sie Probleme, sich die Himmelsrichtungen zu merken? Dazu ein einfacher Trick. Merken Sie sich den Satz "Nicht ohne Seife waschen". Die Anfangsbuchstaben geben, im Uhrzeigersinn angeordnet, die richtige Reihenfolge an.

Wieviel Tage haben die Monate?

Bekannt ist hier vielleicht die Knöchel-Abzähl-Methode: Man schließt die Hand zur Faust und zählt die Monate an den Knöcheln beziehungsweise an den Vertiefungen dazwischen ab; Knöchel entsprechen den langen, Vertiefungen den kurzen Monaten. Beginnend an der linken Hand zählt man von links nach rechts. Der erste Knöchel ist der Januar mit 31 Tagen, dann folgt im "Knöcheltal" der Februar mit nur 28 oder 29 Tagen, der März hat dann wieder 31 Tage usw. Im August beginnt man wieder mit dem Knöchel des kleinen Fingers.

Planeten leicht gemerkt

Die Namen der Planeten und die Reihenfolge, in der sie um die Sonne kreisen, lassen sich leicht mit folgendem Spruch merken: "Mein verdammt eigensinniger Mann jagt seit Urzeiten neun Pinguine". Und man wird die neun Planeten von innen nach außen (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto) nicht so schnell wieder vergessen.

Oliver Becker aus Bonn berichtete in einer mail an den Autor der Arbeitsblätter eine Variante: "Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Neun Planeten".

Siehe auch: Reihenfolgen merken durch Bilderraster

  • Clustering - "Bilderketten"

    Beim Ausprobieren von manchen Gedächtnistricks merkt man, dass die zu lernenden Begriffe oder Argumente sinnvolle Gruppen bilden. Als praktisches Beispiel eine einfache Einkaufsliste: ein Pfund Butter, drei Päckchen Haselnüsse, ein Kilogramm Mehl, ein Päckchen Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, zwei Dosen Champignons, ein Netz Orangen, zwei Kilo Bananen, ein paar Kiwis und Paket Müllbeutel.

    In dieser Liste erkennt man sofort zwei Gruppen: Die ersten fünf Positionen sind Backzutaten. Sie lassen sich leicht merken, wenn man sich vorstellt, wie man daraus einen Kuchenteig rührt. Die zweite Gruppe, das Obst, lässt sich leicht als Ganzes in einer schönen Obstschale vorstellen. Noch einfacher ist es, wenn man im Geiste das Obst in einen Müllbeutel platziert und auf den fertigen Kuchen noch eine Dose Champignons stellt und schon sind mit zwei ineinander verketteten Bildergruppen zehn Begriffe abgespeichert.

    Der Gedächtnistrick funktioniert auch mit völlig beliebigen Begriffen

    Holunder, Diskette, Türklinke, Alexander der Große, Winter, Molybdän, Hunger, Klarinette, Fernsehturm, Suppenschüssel

    oder mit "schwierigeren" Begriffen wie

    Eisenmangel, Hyperaktivität, Echtheitszertifikat, Transposition, Parapsychologie, Naivität, Hitze, Religion, Freistempler, Untugend

    In der praktischen Anwendung wird man zusätzlich lebhafte Bilder suchen, also beispielsweise eine mit Holundersaft bekleckerte Diskette an eine Türklinke heften, Alexander der Große kann im Winter in der persischen Steppe nach Molybdän graben und so weiter. Je verrückter die Vorstellungen sind, desto leichter sind sie zu merken.

    Die Körperroute

    Man kann auch seinen eigenen Körper als Route verwenden:

    1. Haare
    2. Stirn
    3. Augen
    4. Nase
    5. Ohren
    6. Backen
    7. Mund
    8. Hals
    9. Schulter
    10. Ellenbogen
    11. Hände
    12. Brust
    13. Rücken
    14. Kreuz
    15. Bauchnabel
    16. Po
    17. Hüfte
    18. Oberschenkel
    19. Knie
    20. Waden
    21. Schienbein
    22. Füße
    23. Zeh
    24. Zehennagel
    25. Fersen
    26. Sohle

    Diese Anhaltspunkte kann man innerhalb von wenigen Minuten erlernen und direkt anwenden. Damit lassen sich 25 Informationen in der richtigen Reihenfolge abspeichern und wiedergeben. Der Vorteil liegt darin, dass man die "Orte" immer mit sich herumträgt ;-) Im Newsletter Schule+Familie (01/11) des Sailer Verlag fand sich ein gutes Beispiel für den Einsatz der Körperroute, mit dem sich ein Kind etwa die acht wichtigen Funktionen des Waldes einprägen soll.

    1. Kopf - Der Wald reinigt die Luft und erzeugt Sauerstoff. Das Kind fasst sich an den Kopf oder noch besser die Nase und sagt sich: Der Wald reinigt unsere Luft und erzeugt Sauerstoff für uns. Wenn es dazu noch einatmet (Sauerstoff!), ist das eine perfekte Eselsbrücke.
    2. Hals - Der Wald verhindert, dass der Boden austrocknet. Dazu fasst sich das Kind an den Hals. Zusätzliche Eselsbrücke: Wenn es an Austrocknung im Hals denkt.
    3. Schulter - Der Wald ist Lebensraum für viele Tiere. Dazu fasst sich das Kind an seine Schulter. Zusätzliche Eselsbrücke: Mmh, Rehschulter schmeckt gut.
    4. Bauch - Der Wald schützt vor Lärm. Dazu fasst sich das Kind an den Bauch. Zusätzliche Eselsbrücke: ... dann rumort es im Bauch nicht.
    5. Hüfte - Der Wald gibt Holz und Arbeit. Dazu fasst sich das Kind an die Hüfte, zusätzliche Eselsbrücke: ... wenn es sich vorstellt, eine Axt zu halten.
    6. Knie - Der Wald speichert Wasser, reinigt Wasser und gibt uns Trinkwasser. Das Kind fasst sich an sein Knie, zusätzliche Eselsbrücke: "Tante Elsa hat Wasser in den Knien". Klingt verrückt, aber je skurriler die Eselsbrücke, desto leichter merkt sich's Ihr Kind.
    7. Wade - Der Wald ist für uns ein super Erholungsplatz. Das Kind fasst sich an die Wade. Zusätzliche Eselsbrücke: Wenn ich im Wald Rad fahre, habe ich morgen in der Wade Muskelkater.
    8. Fuß - In den Bergen schützt der Wald vor Lawinen, Erdrutsch und Steinschlag. Das Kind fasst sich an den Fuß. Zusätzliche Eselsbrücke: Hoffentlich fällt mir kein Stein auf den Fuß.
  • Lernen und Erinnern mit der Geschichten-Methode

    Man kann auch Lerninhalte dadurch einprägen, dass man sie in kleine Geschichten einbindet. Es geht hier vor allem darum, dass die Geschichten so auffällig gestaltet werden, dass sie sich unmittelbar einprägen. Auffällig bzw. "merk"würdig ist alles, was nicht alltäglich ist. Daher muss man in seine Geschichten und Vorstellungen die unglaublichsten Ereignisse und Dinge einbauen. Dabei sollte man folgende Aspekte beachten: mit Emotionen verbinden, bunt und abwechslungsreich gestalten, Die Größen variieren, Vertrautes einbinden, flüssige Übergänge zwischen den Lerninhalten schaffen, kreativ sein, möglichst viele Sinneskanäle einbeziehen und eine starke Ich-Bezogenheit herstellen.

     


    Ein Klassiker:Die Lernkartei

    Die Lernkartei ist ein Karteikasten mit mehreren Fächern, mit dem man streng nach lern- und gedächtnispsychologischen Prinzipien arbeitet und dabei diese zu seinem Vorteil ausnützt, um mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum herauszuholen, also äußerst zeitökonomisch arbeitet.

    Mit dieser "Lernmaschine" kann man beinahe alles lernen, was von der Grundschule bis zum Gymnasium, während der Berufsausbildung oder an der Universität gelernt werden muss, wobei das Prinzip vor allem bei Stoffen effizient ist, die Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit verlangen, etwa beim Aufbau eines Sprachwortschatzes oder von Grundbegriffen.

    Diese Methode kann auch sinnvoll mit anderen hier besprochenen Mnemotechniken verknüpft werden, etwa mit der bildhaften Darstellung oder der Loci-Methode.

    Eine klassische Anwendung der Mnemotechnik: Kein Weg nach Oslogrolls ;-)

    Quellen

    Jorde, Andreas (o.J.). Methode des zeitgesteuerten Auswendiglernens.
    WWW: http://ourworld.compuserve.com/homepages/W_Schmid/lernen.htm (98-05-08)
    http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/LERNTECHNIKORD/Auswendiglernen.html (02-11-11)
    Kiefer, Jens (o.J.). Gedächtnis als kulturwissenschaftliches und literaturtheoretisches Problem.
    WWW: http://www.textem.de/texte/essays/memory/kap1.htm (02-12-22)
    Streidt, Werner D. (o.J.). Wie kann ich mein Gedächtnis verbessern?
    WWW: http://www.fhd-stuttgart.de/~ws01/psycho.htm (96-12-09)
    Klumpp, Bruno (1997a). Lernen mit Bilderraster.
    WWW: http://www.knowhow-kompakt.com/dm/memory/dmme002.htm (98-05-08)
    Klumpp, Bruno (1997b). Die Forum-Romanum-Methode.
    WWW: http://www.knowhow-kompakt.com/dm/memory/dmme003.htm (98-05-08)
    Klumpp, Bruno (1997c). Bilderketten.
    WWW: http://www.knowhow-kompakt.com/dm/memory/dmme004.htm (98-05-08)
    Paivio, A. (1971). Imagery and verbal processes. New York: Holt, Rinehart and Winston.
    Wrede, Oliver (1996). Mnemotechnik in grafischen Benutzeroberflächen.
    WWW: http://owrede.khm.de/publications/de_mtgui (02-12-22)
    http://www.wdr.de/tv/Quarks_Co/gedaechtnis/index.html (99-07-07)
    http://virtualc.prz.tu-berlin.de/~stiehl/textveil.htm (99-07-07)
    http://www.gazette.de/Archiv/Gazette-14-Mai-Juni1999/Buchkunst.html (03-03-07)
    http://www.vnr.de/b2c/lebensberatung/Lerntechnik++So+rufen+Sie+
    Namen+m%C3%BChelos+ab.html (09-01-02)

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