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Literatur zum Thema Feedback



Feedback als Führungsinstrument

Mißverständnisse zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern können durch geeignete Metakommunikation beseitigt, Beziehungen und Konflikte geklärt sowie Vertrauen und Wir-Gefühl im Team dauerhaft gestärkt werden. Geschickt und bewußt eingesetzt, eignet sich Feedback auch als Führungsinstrument, um Mitarbeiter zu motivieren und in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu fördern. Es eignet sich darüber hinaus für die Führungskraft auch dazu, die eigene Persönlichkeits- und Verhaltenswirkung zu sensibilisieren sowie die Realitätswirkung des Führungsstils kritisch zu hinterfragen. Voraussetzung ist jedoch, dass Feedback richtig angewandt wird.

Feedback bietet einen Vergleich von Selbstbild und Fremdbild, d.h., es gibt Menschen die Möglichkeit, Selbst- und Fremdbild miteinander zu vergleichen und dadurch zu erfahren, wie sie mit ihrem Verhalten tatsächlich auf andere wirken. Als ein Instrument zur Darstellungen dieser Interaktionsbeziehungen zwischen Personen eignet sich in diesem Zusammenhang das "Johari-Fenster" mit seinen vier Quadranten.

Feedback kann einer Führungskraft helfen, von ihren Mitarbeiter zu erfahren, wie diese sie selbst und ihren Führungsstil wahrnehmen. Führungskräfte können Feedback ferner dazu verwenden, ihre Mitarbeiter weiter zu entwickeln, indem sie ihnen aufgaben- und sachbezogenes Feedback im Hinblick auf ihre Arbeitsergebnisse geben. Eine solche "konstruktive Kritik" unterbleibt in der Praxis meist deshalb, weil es den Beteiligten peinlich ist, bestimmte Dinge, die das Verhalten des Gegenüber betreffen, ehrlich und deutlich anzusprechen. Ohne die Einhaltung gewisser "Spielregeln" bleibt Feedback wirkungslos und kann s eine gegenteilige Wirkung erzielen. Vielleicht als Grundregel: Feedback ist immer ein Geschenk und wie bei allen Geschenken entscheidet der Empfänger, ob er es annimmt oder nicht! Nicht zuletzt hängt die wirkungsvolle Umsetzung von Feedback auch von der jeweiligen Unternehmenskultur ab.

Übung: Feedback zu geben und anzunehmen kann im Rahmen einer Seminarveranstaltung gezielt trainiert werden. Den TeilnehmerInnen wird zu Beginn kurz der theoretische Hintergrund erläutert und dabei auf die Feedback-Regeln verwiesen. Danach wird die Anwendung dieser Regeln in Form einer Gruppenarbeit paxisnah geübt. Hierzu werden die Teilnehmer in Gruppen zu je drei Personen eingeteilt, wobei sich diese Personen schon einige Zeit kennen sollten. Ihre Aufgabe besteht darin, sich paarweise gegenseitig Feedback darüber geben, wie sie das Verhalten des jeweils anderen im Rahmen der täglichen Zusammenarbeit erleben. Die dritte Person achtet auf die Einhaltung der Feedback-Regeln, denn gerade zu Beginn ist man als Feedbacknehmer oftmals geneigt, sich sofort rechtfertigen zu wollen. Erst allmählich lernen die TeilnehmerInnen, das Gesagte in Ruhe aufzunehmen, um danach für sich zu entscheiden, ob hieraus Konsequenzen für zukünftiges Verhalten gezogen werden sollen.

Regeln für den Feedbackgeber

Regeln für den Feedbacknehmer

Literatur und Quellen

Bild entstanden unter Verwendung von http://www.mastel.ch/projekt-ada1/koepfe.jpg (03-10-20)



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