Presseecho

50 Jahre
Psychologische Beratung
für Eltern, Kinder und Jugendliche
1952 - 2002

Psychologische Fachtagung in Linz
27. - 28. Februar 2002

 

vom 28.02.02

Ackerl: Jugendwohlfahrt wird Sache der Bezirke, Land behält nur Planung

LINZ. Völlig umstrukturieren will Soziallandesrat Josef Ackerl (SP) den Bereich Jugendwohlfahrt. Die direkte Jugendarbeit soll Aufgabe der Bezirke werden, das Land wird sich auf strategische Planung und Qualitätskotrolle zurückziehen.

Bisher führt die Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes eine Art Doppeldasein: Einerseits ist sie für übergeordnete Aufgaben wie Planung und Qualitätssicherung zuständig, andererseits füllt sie "Lücken" im Beratungsangebot (siehe Kasten). Das soll sich durch eine genaue Trennung ändern, sagt Ackerl. Die Vorbereitungen dazu seien schon im Laufen.

"Die steigenden Aufgaben verlangen eine Reorganisation", sagt Ackerl. Es soll zwischen "strategischem" und "operativem" Bereich getrennt werden, auch bei den Zuständigkeiten. Das bedeutet: Die Landesdienststelle wird sich um die übergreifende Planung, Ausarbeitung von Qualitätskriterien und Controlling kümmern, die direkte Jugend- und Beratungsarbeit soll ausschließlich an die Bezirkshauptmannschaften übergeben werden. Dabei werde es auch Neuvereinbarungen mit externen Anbietern, wie Sozialorganisationen, geben. Ackerl spricht dabei von einem "Prozess" der gemeinsam mit den Bezirksbehörden zu klären sei: "Ich weiß, dass es schwierig wird."

Die "Auslagerung" wird auch die psychologische Beratung des Landes betreffen, die heute ihr 50-jähriges Bestehen feiert, und für deren Zukunft es erst ein Konzept geben muss. "Wir feiern Jubiläum und gleichzeitig unsere bevorstehende Auflösung", drückte es Leiterin Claudia Stangl-Taller aus.

Land wurde zu Zusatz-Jugendamt

Für die Jugendwohlfahrt in Oberösterreich sind grundsätzlich die 15 Bezirkshauptmannschaften und drei Statutarstädte zuständig. In den vergangenen 15 Jahren entwickelte sich die Landesdienststelle immer mehr zum "19. Jugendamt", sagt Ackerl, weil soziale Dienste aufgenommen wurden, die regional nicht abgedeckt worden seien, aus diesen wolle sich das Land schrittweise zurückziehen. Beispiele sind Streetwork, die psychologische Beratung und logopädische Beratung und zum Teil die Mutterberatung (Projekt IGLU). Innerhalb von 15 Jahren ist der Personalstand der Fachabteilung von 20 auf 74 Mitarbeiter angestiegen.

Quellen: http://www.nachrichten.at/nachrichten/ooen.asp?id=267381
http://www.nachrichten.at/nachrichten/ooen.asp?id=267345

 

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